22.06.2016

Wir sind die DDB: Die Universitätsbibliothek Heidelberg


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Die Universitätsbibliothek Heidelberg ist die Zentralbibliothek im Bibliothekssystem der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Innerhalb dieses Bibliothekssystems stehen die Zentralbibliothek und die dezentralen Fachbibliotheken der Universität unter der Leitung des Direktors der Universitätsbibliothek.

Als wissenschaftliche Universalbibliothek ist die Aufgabe der Universitätsbibliothek die umfassende Literatur- und Informationsversorgung der Angehörigen der Universität Heidelberg (Baden-Württemberg). Gleichzeitig stellt sie Literatur und Information für andere Hochschulen in Heidelberg (Pädagogische Hochschule, Hochschule für Jüdische Studien) und für die Einwohner der Stadt und der Region bereit. Sie nimmt am deutschen und internationalen Leihverkehr teil.

Im Rahmen der Förderlinie „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) betreut die Universitätsbibliothek Heidelberg – gemeinsam mit Kooperationspartnern - die Fachinformationsdienste arthistoricum.net - Fachinformationsdienst Kunst, Fotografie, Design (insbes. Mittlere und Neuere Kunstgeschichte bis 1945 und Allgemeine Kunstwissenschaft), CrossAsia – Fachinformationsdienst Asien (insbes. Südasien) und Propylaeum - Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften (insbes. Ägyptologie, Klassische Archäologie). Mit über 520.000 kunsthistorischen Büchern und über 1.500 laufenden Zeitschriftenabonnements ist die UB Heidelberg eine der bedeutendsten Kunstbibliothek in Deutschland.

Als ältester Universitätsbibliothek Deutschlands reicht die Geschichte der UB Heidelberg bis in das Gründungsjahr der Universität Heidelberg 1386 zurück. Bereits im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert entstanden im Bereich der Universität drei Bibliotheken: die Büchersammlung der Artistenfakultät, die der höheren Fakultäten und die der Stiftskirche (Heiliggeistkirche). Ihren entscheidenden Ausbau verdankte die Bibliothek Kurfürst Ottheinrich (1556–1559). Er ließ die im Schloss aufgestellten Bücher in die Heiliggeistkirche bringen und bestimmte testamentarisch die endgültige Vereinigung der Bestände an diesem Ort. Damit legte er den Grundstein der sogenannten Bibliotheca Palatina, die – ergänzt durch die reichhaltige Bibliothek Ulrich Fuggers – innerhalb weniger Jahrzehnte Weltruhm erlangte.


UB Heidelberg Codex Manesse

"Große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse)" (1305 - 1340), Universitätsbibliothek Heidelberg, CC BY-SA 4.0 International
"Große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse)" (1305 - 1340), Universitätsbibliothek Heidelberg, CC BY-SA 4.0 International

Die Universitätsbibliothek Heidelberg verwahrt in ihren Tresoren noch heute drei bedeutende Handschriftenfonds, darunter mit den Codices Palatini germanici (Cod. Pal. germ.) die älteste, über Jahrhunderte gewachsene größere Sammlung deutscher Manuskripte, die sich geschlossen erhalten hat. Ihre mittelalterlichen Teile machen sie zum viertgrößten Bestand dieser Art nach den Sammlungen in Berlin, München und Wien. 1826 kaufte die Universitätsbibliothek die Sammlung des Zisterzienserklosters Salem und des Benediktinerklosters Petershausen am Bodensee (Cod. Sal.). Neben ca. 30.000 Drucken enthält diese auch 434, überwiegend lateinische Handschriften des 10.-18. Jahrhunderts. Neben diesen beiden geschlossenen Fonds umfasst die mit knapp 4.200 Einheiten größte Sammlung der Heidelberger Handschriften (Heid. Hs.) neben wenigen mittelalterlichen überwiegend neuzeitliche Handschriften, vorwiegend Autographen aus Nachlässen Heidelberger Professoren, Dichter und Staatsmänner des 19. und 20. Jahrhunderts.

Nachdem zwischen 2001 und 2003 in einem DFG-geförderten Projekt mittelalterliche Handschriften noch extern digitalisiert werden mussten, richtete die Universitätsbibliothek Heidelberg 2003 ein hauseigenes Digitalisierungszentrum ein, um ihre wertvollen Altbestände zukünftig selbst zu digitalisieren. In der Folge erwarb sich die UB durch zahlreiche Projekte eine umfassende Expertise bzgl. der Digitalisierung von Handschriften, alten Drucken (u.. im VD18-Projekt) und Forschungsliteratur zu ihren Sammelschwerpunkten. Aktuell sind knapp 25.000 Bände online.

Die von der Universitätsbibliothek bereitgestellte Bild- und Multimediadatenbank heidICON ist die "Virtuelle Diathek" der Universität Heidelberg. Neben der Erfassung von Bildmaterial für die aktuelle Forschung und Lehre werden hier auch an den Instituten bereits vorhandene konventionelle Diatheken retrospektiv digitalisiert und eingespielt. Aktuell stehen hier ca. 425.000 Bild- und Tondokumente zur Verfügung.

Aktuell stellt die UB Heidelberg knapp 403.000 Objekte in der Deutschen Digitalen Bibliothek zur Verfügung. Darunter befinden sich neben dem „Codex Manesse“ und dem Heidelberger Sachsenspiegel, den beiden wohl bekanntesten Handschriften aus ihren Beständen, auch zahlreiche Urkunden aus Fonds mit Regionalbezug und Blätter aus der Graphischen Sammlung.

Zu den Beständen der Universitätsbibliothek Heidelberg in der Deutschen Digitalen Bibliothek
 


Heidelberger Sachsenspiegel UB Heidelberg

"Heidelberger Sachsenspiegel" (Ostmitteldeutschland, 1300 - 1320), Universitätsbibliothek Heidelberg, CC BY-SA 3.0 Deutschland
"Heidelberger Sachsenspiegel" (Ostmitteldeutschland, 1300 - 1320), Universitätsbibliothek Heidelberg, CC BY-SA 3.0 Deutschland

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