25.01.2018

Wir sind die DDB: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

Sammeln, Bewahren, Erschließen, Präsentieren und Vermitteln des audiovisuellen Erbes – das sind die Aufgaben der Deutschen Kinemathek seit ihrer Eröffnung 1963 in Berlin. Gegenstand ist alles, was zur Film- und Fernsehgeschichte gehört, beispielsweise Materialien von Fritz Lang, Werner Herzog oder dem Fernsehdokumentaristen Georg Stefan Troller, aber auch bedeutende Drehbücher, darunter Skripte von Carl Mayer bis Christian Petzold. Hinzu kommt ein Filmarchiv mit Kopien von mehr als 26.000 Filmen, außerdem ein Sichtungsbestand von über 40.000 Filmen auf Video, DVD und Blu-Ray.


Kinemathek 1

Bereich „Metropolis“ in der Ständigen Ausstellung, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Foto: Marian Stefanowski, Quelle: Deutsche Kinemathek
Bereich „Metropolis“ in der Ständigen Ausstellung, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Foto: Marian Stefanowski, Quelle: Deutsche Kinemathek

Die Sammlungen der Deutschen Kinemathek beherbergen den weltweit einzigen nahezu vollständig überlieferten Bestand der von Josef Fenneker geschaffenen Filmplakate. Die rund 340 Plakate (Farblithografien) sowie zahlreiche originale Plakatentwürfe Fennekers befinden sich zum Teil in fragilem Zustand und können daher der Öffentlichkeit nicht mehr vollständig im Original präsentiert werden. Parallel ist die Sammlung auch über die Deutsche Digitale Bibliothek abrufbar.


Kinemathek 2

Plakat von Josef Fenneker zu DER FALL ROSENTOPF, D 1918, Regie: Ernst Lubitsch, © Stadt Bocholt (Stadtmuseum Bocholt/Josef Fenneker), Quelle: Deutsche Kinemathek – Sammlung Josef Fenneker
Plakat von Josef Fenneker zu DER FALL ROSENTOPF, D 1918, Regie: Ernst Lubitsch, © Stadt Bocholt (Stadtmuseum Bocholt/Josef Fenneker), Quelle: Deutsche Kinemathek – Sammlung Josef Fenneker

Wissenschaftler und Journalisten nutzen die vielfältigen Bestände der Deutschen Kinemathek für ihre Forschungen und Recherchen. Filmkopien werden vor Ort gesichtet und an Kinos verliehen – zunehmend digital. In der Mediathek Fernsehen können Produktionen aus über 50 Jahren Fernsehgeschichte in Ost und West angeschaut werden. Zudem steht im Filmhaus eine der größten Fachbibliotheken Europas zur Verfügung. Über eine Million Fotos, 22.000 Plakate, etwa 28.000 Kostüm- und Architekturskizzen werden von der Deutschen Kinemathek aufbewahrt.


Kinemathek 3

Spiegelsaal in der Ständigen Ausstellung, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Foto: Marian Stefanowski, Quelle: Deutsche Kinemathek
Spiegelsaal in der Ständigen Ausstellung, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Foto: Marian Stefanowski, Quelle: Deutsche Kinemathek

Ein Teil der Bestände ist seit Herbst 2000 im Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz ausgestellt. Die futuristischen Set-Entwürfe zu Fritz Langs METROPOLIS, Marlene Dietrichs Schminkkoffer oder die Kostüme aus Wolfgang Petersens DAS BOOT erzählen in der Ständigen Ausstellung von der Faszination deutscher Filmgeschichte. Im Jahr 2006 eröffnete das Pendant zur deutschen Fernsehgeschichte. Seit 1977 betreut die Deutsche Kinemathek alljährlich die filmhistorische Retrospektive und die Hommage der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte und Gegenwart von Film und Fernsehen, Sonderausstellungen sowie hochkarätig besetzte Symposien und weitere Veranstaltungen tragen zum Renommee bei.

Alle Bestände der Deutschen Kinemathek in der Deutschen Digitalen Bibliothek

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