10.04.2018

Wir sind die DDB: Das Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg


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Das Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg verkörpert beinahe klassisch den Verbundtypus innerhalb eines größeren und regional verankerten Museums - ein „Mehrspartenhaus”. Es ist ein stadt- und kulturgeschichtliches Museum mit einer Dominante des Kunsthandwerks. Das Skatspiel wurde in Altenburg erdacht, und die Stadt kann auf eine Tradition der Spielkartenherstellung verweisen, die bis ins ausgehende Mittelalter zurückreicht. Zudem widerspiegeln Architektur, Inventar und Interieur die eigene Hausgeschichte als Wohn- und Residenzstätte eines Herzogshauses und, weiter zurückgegriffen, früheren zeitweisen Kurfürstensitz.

Das Museum gibt sich aufgeschlossen zu den Facetten der Moderne und zu Kunst und Kunsthandwerk aus verschiedenen Zeiten. Es widmet sich immer wieder Ausstellungen mit kulturgeschichtlicher und geschichtlicher Thematik.

Der Sammlungsbestand des Museums speist sich aus verschiedener Provenienz. Da gibt es einen alten Schlossbestand, Gegenstände, die in fürstlich-herzoglichen Zeiten und verschiedenen Jahrhunderten zum Inventar gehörten. Gemälde sind hier zu nennen, Militariaobjekte, aber auch Möbel.

Frühe Form einer bewusst angelegten Sammlung betrifft dann auch die Herzogliche Rüst- und Antiquitätenkammer des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Großteil dieser Sammlung hat die Zeit bis heute überdauert. In ihrer ursprünglichen Bedeutung war die Rüstkammer der Aufbewahrungsort für die im Burgbereich konzentrierten Waffen. Hiesige Rüstkammer geht bis auf das 16. Jh. zurück. In späterer Zeit wurden auch Kunst- und Gebrauchsgegenstände sowie zeitgeschichtliche Objekte in die Rüstkammersammlung eingeordnet.


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"Herr Künnert" (1911/1912), Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Public Domain Mark 1.0
"Herr Künnert" (1911/1912), Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Public Domain Mark 1.0

Die Porzellansammlung Bernhard August von Lindenaus, zumeist Ostasiatica, aber auch bedeutsame frühe Meißner Stücke („Goldchinesen”), fand im Schloss dauerhafte Aufstellung auf Grund dessen testamentarischer Verfügung. Einst war auch sie Teil des Rüstkammerbestandes. Es gibt des Weiteren Sammlungsteile, die auf engagiertes und forschendes Wirken von Mitgliedern der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg zurückgehen, vor allem in der Ur- und Frühgeschichte.

Die Konstituierung des Museums ab 1919/20 und dessen gezielte Sammlungs- und Ausstellungsarbeit, teilweise mit unterschiedlichen Prioritäten, aber letztlich ohne Unterbrechung bis heute, erweist sich als weitere Quelle für die Sammlungen. In einer summarischen Betrachtung lässt sich darauf verweisen, dass sich die Sammlungen des Museums vor allem auf das Kunsthandwerk stützen. Spielkarten und Skat gebieten einer Alleinstellung.

Wesentliche Sammlungen: Kunsthandwerk verschiedener Materialgattungen, Gemälde, Grafik, Spielkarten, Porzellan, Plastik, Textiles, Volkskunde, Möbel, Uhren, Stadtgeschichte, Numismatik, Bibliothek, Spielzeug, Militaria, Ur- und Frühgeschichte/Archäologie und Fotografie

Alle Objekte des Schloss- und Spielkartenmuseums Altenburg in der Deutschen Digitalen Bibliothek

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