24.06.2015

Weitere Stärkung für digitalen Zugang zum kulturellen Erbe: BAM-Konsortium für Deutsche Digitale Bibliothek

BAM Portal Screenshot

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Berlin/Konstanz, 24. Juni 2015 - Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Digitalen Bibliothek und des BAM-Konsortiums

Die Konsortialpartner von BAM, dem gemeinsamen Portal für Bibliotheken, Archive und Museen, empfehlen die Überführung der BAM-Daten in die Deutsche Digitale Bibliothek und beschließen einstimmig die Einstellung des BAM-Portals zum 30. Juni 2015, weil sich mit dem dauerhaften Betrieb der Deutschen Digitalen Bibliothek ein gemeinsames, von der öffentlichen Hand gefördertes, Kulturportal auf nationaler Basis etabliert hat, wodurch die zentrale Zielsetzung des BAM-Portals erfüllt wurde.

Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Sprecher des Vorstands der Deutschen Digitalen Bibliothek: „In dem Bewusstsein, dass das BAM-Portal wesentliche Richtwerte für die Entwicklung der Deutschen Digitalen Bibliothek gesetzt hat, heißen wir alle BAM-Teilnehmer willkommen! Jetzt können wir unsere Kräfte und Erfahrungen konzentrieren und gemeinsam die Deutsche Digitale Bibliothek als nationales Zugangsportal weiter stärken.“

Unterstützt mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde das BAM-Portal von einem Konsortium bestehend aus dem Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), der digiCULT-Verbund eG, dem Landesarchiv Baden-Württemberg (LA-BW), der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und dem TECHNOSEUM Mannheim (vormals Landesmuseum für Technik und Arbeit) getragen. Viele BAM-Konsortialpartner sind auch Gründungsmitglieder im Kompetenznetzwerk der Deutschen Digitalen Bibliothek und werden ihr Engagement für die Digitalisierung und die digitale Präsentation von Sammlungen gemeinsam mit der Deutschen Digitalen Bibliothek weiterführen.

Das BAM-Portal war das erste Kulturportal im deutschsprachigen Raum, das umfangreiche Bestände aus drei wichtigen Kultursparten – Bibliotheken, Archiven und Museen – auf einem Portal vereinigte. Bereits seit 2002 online, war es mit zuletzt fast 70 Millionen Datensätzen von über 50 Institutionen und Verbünden eine reiche Fundgrube für Literatur, Archivalien und Museumsobjekte. Damit kam BAM als digitales Nachweisportal für real verteilte Kulturgüter eine Vorreiterfunktion für die spartenübergreifende Vernetzung digitaler Daten im Kulturbereich zu.

Dr. Ralf Goebel (BSZ), geschäftsführender Konsortialpartner des BAM-Portals, sagt dazu: „BAM war wegweisend für Kulturportale im deutschsprachigen Internet. Der große Erfolg ist besonders den teilnehmenden Institutionen zu verdanken, die in BAM ihre Daten der Öffentlichkeit präsentiert haben. Wir freuen uns daher sehr, dass die Deutsche Digitale Bibliothek die Präsentation und Vernetzung der digitalen Bestände übernimmt“. 

Gemeinsam von Bund und Ländern getragen, hat die Deutsche Digitale Bibliothek die Aufgabe, als nationales Zugangsportal alle Kultursparten zu vereinen. Neben Bibliotheken, Archiven und Museen sind dies auch Denkmalpflegeeinrichtungen, Mediatheken (Film und Fotografie) und weitere wissenschaftliche Einrichtungen. Sie fungiert auch als nationaler Aggregator für die Europeana, das europäische digitale kulturelle Gedächtnis.

Alle Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, die an der Deutschen Digitalen Bibliothek teilnehmen, werden von der Servicestelle und den spartenspezifischen Fachstellen der Deutschen Digitalen Bibliothek unterstützt und begleitet – vom Erstkontakt über das Datenclearing bis zur Veröffentlichung ihrer Daten im Portal.

Über BAM – Bibliotheken, Archive, Museen

Das BAM-Portal wurde im Jahr 2001 gegründet und lieferte Informationen über Literatur, Archivalien und Objekte aus deutschen Bibliotheken, Archiven und Museen. Es eröffnete für Wissenschaft und Forschung wie auch für die breite Öffentlichkeit einen einzigartigen Zugang zur Vielfalt der Sammlungen unterschiedlichster Kulturerbe-Einrichtungen in Deutschland. Mit knapp 70 Millionen nachgewiesenen Datensätzen stellte das BAM-Portal eine nahezu unendliche Fundgrube für wissenschaftliche oder kulturell Interessierte dar. Nach mehr als einem Jahrzehnt im Produktivbetrieb übergibt das BAM-Portal nun den Staffelstab an die Deutsche Digitale Bibliothek.

http://www.bam-portal.de

Die Deutsche Digitale Bibliothek

Die Deutsche Digitale Bibliothek vernetzt die digitalen Bestände der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland und macht sie zentral zugänglich. Sie bietet allen Menschen über das Internet freien Zugang zu digitalisierten Museumsobjekten, Büchern, Musikstücken, Denkmälern, Filmen, Urkunden und vielen anderen Schätzen der deutschen Kultur und Wissenschaftseinrichtungen. Die Deutsche Digitale Bibliothek fungiert als Netzwerk, sie verlinkt und präsentiert die digitalen Angebote ihrer Partner und leistet einen Beitrag zur Demokratisierung von Wissen und Ressourcen.

Ihre Aufnahme in den Presseverteiler
Für die Aufnahme in den Presseverteiler der Deutschen Digitalen Bibliothek schicken Sie bitte Ihre Antwort an presse@deutsche-digitale-bibliothek.de.

Die Pressemitteilung als PDF finden Sie im Pressebereich.

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