10.04.2013

Thema des Monats: Robert Koch

Robert KochSeit über 30 Jahren gilt der 24. März als Welttuberkulosetag. Jeden Jahr wird so an diesem Tag die Erinnerung an die Tuberkulose wachgehalten. Vor 131 Jahren, am 24. März 1882, hielt der „Vater der Bakteriologie“, Robert Koch, vor der Physiologischen Gesellschaft zu Berlin den berühmten Vortrag „Über Tuberkulose“, der weltweit großes Aufsehen erregte. Den Zuhörern präsentierte der damals schon berühmte Mediziner und Mikrobiologe den Erreger unter Mikroskopen und auf Kulturen.

Mit der Entdeckung des Tuberkulose-Bakteriums legte Robert Koch einen wesentlichen Grundstein für die spätere Entwicklung der Mikrobiologie, der Hygiene und der Immunologie. Für diese wegweisende Entdeckung erhielt er 1905 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie, vermutlich so spät, weil Koch mit seiner späteren Entdeckung des Tuberkulins als vermeintlichem Heilmittel der Tuberkulose falsch lag.

Robert Koch engagierte sich bis zu seinem Tod für den Kampf gegen die Tuberkulose. Seine Forderungen nach guten Tuberkulose-Kontrollprogrammen sowie nach Verbesserung der sozialen Strukturen, ohne die die Tuberkulose nicht zu besiegen sein würde, gelten unverändert. Denn auch heute noch stellt die Tuberkulose eine Bedrohung dar. Jedes Jahr sterben 1,7 Millionen Menschen an der Krankheit, obwohl sie vor Jahrzehnten, nach Entdeckung der antibiotischen Medikamente, als besiegt erklärt wurde. In der DDB wird die Erinnerung an Robert Koch und seine Entdeckung mit vielen Bildern und Schriften wachgehalten.

Eine beeindruckende Fotoserie zeigt den Alltag in einer Dresdner Tuberkulose-Tagesheilstätte in den 1950er-Jahren.

Liegehallen für Tuberkulose

Das Bild aus dem Archiv des Museums Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin zeigt die harte Realität Tuberkulosekranker Soldaten im 1. Weltkrieg.

Quellen:

http://www.rki.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Koch