07.01.2013

Objekt des Monats: Der Maya Codex

Mit dem Maya Codex lag ein Exponat der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) im Brennpunkt weltweiten Interesses. Grund dafür war der Umstand, dass der Maya Kalender vermeintlich für den 21. Dezember 2012 den Weltuntergang prophezeite. Dass die Maya mit dem Datum tatsächlich keine Apokalypse, sondern lediglich das Ende eines 400-jährigen Zyklus’ der Zeitrechnung verbanden, tat der Faszination keinen Abbruch.

Maya Codex

Der Dresdner Codex, das älteste und qualitätvollste erhaltene Buch der Maya, diente als Anleitung für einen Tempelpriester. Er enthält verschiedene Almanache, Weissagungskalender, astronomische Tafeln, rituelle Vorschriften und zahlreiche Götterdarstellungen. Das aus 39 doppelseitig beschriebenen, ursprünglich als Leporello gefalteten Blättern aus Feigenbaumrinde bestehende Dokument befindet sich in Dresden im Buchmuseum der SLUB. Es gibt nur zwei weitere Exemplare auf der Welt: eines in Paris, und eines in Madrid. Der Codex Dresdensis ist als einziger der drei Codices einsehbar. Er wird in der Schatzkammer der SLUB als eine von 50 Kostbarkeiten aus 4000 Jahren präsentiert. Die Handschrift ist ein Schlüsseldokument für die Entzifferung der Maya-Hieroglyphen und für die Erforschung der Astronomie und Zeitrechnung der Maya.

Maya Codex


Quellen:

http://www.slub-dresden.de/sammlungen/handschriften/maya-handschrift-codex-dresdensis/
http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/ausstellungen-veranstaltungen/ausstellungen-der-slub/archiv-der-ausstellungen/ausstellungen-2012/weltuntergang-2012-ausstellungskatalog/die-dresdner-maya-handschrift/?type=class%252525253Dl

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