21.11.2017

Kulturgut-Digitalisierungsaktivitäten im Land Bayern

Unsere Publikation „Föderale Vielfalt – Globale Vernetzung: Strategien der Bundesländer für das kulturelle Erbe in der digitalen Welt“ (erschienen im September 2016) liefert erstmals einen umfassenderen Überblick über die Aktivitäten zur Vermittlung und Vernetzung des kulturellen Erbes einzelner Bundesländer in Deutschland.

Sukzessive veröffentlichen wir die einzelnen Beiträge der Publikation in der Reihenfolge des Inhaltsverzeichnisses. Weiterhin können die Beiträge als PDF heruntergeladen und – da sie unter einer CC BY-ND 4.0 Creative Commons Lizenz stehen – nachgenutzt und weiterverwendet werden. Eine Auflistung aller bereits veröffentlichten Artikel findet sich bei den Hintergrundinformationen
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Kulturgut-Digitalisierungsaktivitäten im Land Bayern

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

1. Einleitung

Die Digitalisierung von Kulturgut ist ein bedeutendes kulturpolitisches Zukunftsthema und eine wichtige Herausforderung, die alle Kulturreinrichtungen betrifft. Das derzeitige Digitalisierungskonzept der bayerischen Staatsregierung beruht auf zwei Säulen: Die eine Säule ist bavarikon, das Portal für Kunst, Kultur und Landeskunde des Freistaats Bayern. Die zweite Säule des Konzepts sind die Digitalisierungsvorhaben der einzelnen staatlichen Kultureinrichtungen.
 

2. Digitale Agenda, Strategie und Kooperationen

2.1 bavarikon

Ein Standpfeiler der bayerischen Digitalisierungsstrategie ist bavarikon (www.bavarikon.de). bavarikon ist das Portal zur Kunst, Kultur und Landeskunde des Freistaats Bayern. Es präsentiert digital Kunst-, Kultur- und Wissensschätze aus verschiedenen Einrichtungen in Bayern. bavarikon wurde 2012 im Rahmen des Bayerischen Kulturkonzepts begründet und ging im April 2013 online. Seit Sommer 2013 wird bavarikon in den Regelbetrieb überführt. Mit dem Relaunch der verbesserten Version im Mai 2015 wurde auf diesem Weg ein wichtiger Meilenstein erreicht und bavarikon als Daueraufgabe etabliert. bavarikon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, die als Leitungsebene über die grundsätzliche Ausrichtung von bavarikon und die Grundlinien des Einsatzes der verfügbaren Finanzmittel entscheiden. Der bavarikon-Rat, bestehend aus derzeit 13 stimmberechtigten Mitgliedern, berät die Leitungsebene in ihren Grundsatzentscheidungen hinsichtlich des technischen Betriebs und der Digitalisierungsstrategie. Im Rahmen der Vorgaben der Leitungsebene entscheidet der bavarikon-Rat über die Digitalisierungsprojekte. Die Bayerische Staatsbibliothek trägt den laufenden technischen, redaktionellen und organisatorischen Betrieb von bavarikon. Hier ist auch die Geschäftsstelle von bavarikon angesiedelt.
 
Mit bavarikon verfolgt der Freistaat Bayern mehrere Ziele. Zum einen dient das Portal als Schaufenster der bayerischen Kultur. Zum anderen ist bavarikon als zentrale Plattform eine entscheidende Infrastrukturmaßnahme für die Kulturgutdigitalisierung. bavarikon ermöglicht bayerischen Kultureinrichtungen die Beteiligung an Innovationen (z. B. 3D-Digitalisierung). Gleichzeitig bündelt bavarikon diverse Dienste (z. B. als zentraler Aggregator für möglichst alle bayerischen Datenlieferungen an die Deutsche Digitale Bibliothek und die Europeana). Darüber hinaus bringt die Plattform die Digitalisierung von Kulturgut im gesamten Freistaat Bayern flächendeckend voran.
Diese Einrichtungen stellen ihre Inhalte bereits in bavarikon bereit:

  • Archäologische Staatssammlung
  • Bayerische Staatsbibliothek
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen
  • Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
  • Bayerisches Nationalmuseum
  • Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns (inkl. Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Staatsarchiv Amberg, Staatsarchiv Augsburg, Staatsarchiv Bamberg, Staatsarchiv Coburg, Staatsarchiv Landshut, Staatsarchiv München, Staatsarchiv Nürnberg und Staatsarchiv Würzburg)
  • Haus der Bayerischen Geschichte
  • Landesamt für Denkmalpflege
  • Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung
  • Münchner Stadtmuseum
  • Staatsbibliothek Bamberg
  • Universitätsbibliothek Regensburg

Folgende Einrichtungen arbeiten an der Bereitstellung ihrer Inhalte in bavarikon:

  • Archäologische Staatssammlung
  • Bayerische Staatsbibliothek
  • Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
  • Deutsches Medizinhistorisches Museum
  • Deutsches Theatermuseum
  • Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns
  • Haus der Bayerischen Geschichte
  • Historischer Verein von Oberbayern
  • Landesbibliothek Coburg
  • Landesamt für Denkmalpflege
  • Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung
  • Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte
  • Kommission für bayerische Landesgeschichte
  • Kunstsammlungen der Veste Coburg
  • Museen der Stadt Regensburg
  • Staatliche Bibliothek (Schlossbibliothek) Ansbach
  • Staatliche Bibliothek Passau
  • Staatliche Münzsammlung
  • Staatliche Antikensammlung und Glyptothek
  • Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
  • Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
  • Studienbibliothek Dillingen
  • Universitätsbibliothek Augsburg
  • Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg
  • Universitätsbibliothek München
  • Universitätsbibliothek Regensburg
  • Unterfränkisches Dialektinstitut

2.2 Staatliche Archive

Seit 2008 beteiligen sich die Staatlichen Archive Bayerns an Kooperations- und Drittmittelprojekten zur Archivgutdigitalisierung.[1] Abgeschlossen sind folgende Digitalisierungsprojekte:

  • der Aufbau eines internetbasierten Portals für größere Mengen von digitalisierten Urkunden (Virtuelles Deutsches Urkundennetzwerk VdU) in Kooperation mit zahlreichen archivischen und universitären Partnern,
  • eine Digitalisatsammlung zur Schriftlichkeit in süddeutschen Frauenklöstern,
  • das sog. Charters Network als Archiv-Kooperationsprojekt zwischen sechs EU-Staaten (www.monasterium-bayern.net),
  • das Bayerisch-Tschechische Netzwerk digitaler Geschichtsquellen (www.portafontium.de).

Folgende Projekte laufen noch:

  • European Network on Archival Cooperation (ENArC)
  • The creative archives’ and users’ network (CO:OP)
  • Produktivpilot Digitalisierung von Archivgut

Die Staatlichen Archive Bayerns beteiligen sich maßgeblich an Kooperationsmaßnahmen der staatlichen Archivverwaltungen in Deutschland zur Schaffung von gemeinsamen Standards, Plattformen sowie Förderstrategien. Besonders zu nennen sind das Archivportal-D als archivspezifische Präsentationsschicht der Deutschen Digitalen Bibliothek sowie der DFG-Produktivpilot „Digitalisierung von Archivgut“. Eine Kooperation besteht ebenso mit dem EU-finanzierten europäischen Archivportal „Archives Portal Europe“. Die Staatlichen Archive Bayerns sind Mitglied im europäischen Archivkonsortium ICARUS (International Centre for Archival Research), das seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Durchführung grenzüberschreitender Digitalisierungsprojekte legt, und entsenden einen Vertreter in den Vereinsvorstand. Eine enge Kooperation besteht mit den tschechischen Archiven. Die gemeinsamen Digitalisierungsprojekte sind über das Internetportal Porta Fontium einsehbar.

2.3 Bayerische Staatsbibliothek (BSB) und regionale staatliche Bibliotheken

Mit Stand vom 14. Mai 2015 haben die BSB 92 390 und die regionalen Staatlichen Bibliotheken insgesamt 5742 Eigendigitalisate erstellt. Die BSB-Digitalisate wurden im Münchener Digitalisierungszentrum der BSB mit Eigen- oder Drittmitteln erstellt. Im Rahmen der Public-private-Partnership mit Google wurden mit Stand 29. April 2015 insgesamt 1 022 790 Bücher digitalisiert. Hiervon stammen 944 490 aus der BSB, 63 375 aus der Staatlichen Bibliothek Regensburg und 14 925 aus der Staatlichen Bibliothek Augsburg. Es ist vorgesehen, insgesamt 103 774 Bücher aus der Staatlichen Bibliothek Augsburg zu digitalisieren. Alle Google-Digitalisate gehören der BSB in Form der „Library Digital Copy“ physisch, die BSB kann über ihre Verwendung frei verfügen.
 
Mit ihren Digitalisaten verfügt die BSB insgesamt über den größten digitalen Datenbestand nicht nur aller deutschen Bibliotheken, sondern aller deutschen Kultureinrichtungen überhaupt.
Bisher durchgeführte Digitalisierungsprojekte
 
Seit der Gründung des Münchener Digitalisierungszentrums an der BSB (mit einer Anschubfinanzierung durch die DFG) im Jahr 1997 wurden insgesamt 423 Digitalisierungsprojekte unterschiedlichsten Inhalts und Umfangs durchgeführt.[2]
Derzeit laufen an der BSB folgende große Digitalisierungsprojekte:

  • Google: Die Bestände der BSB mit Erscheinungsjahr 1875 ff. (nur selektiv, soweit urheberrechtsfrei)
  • bavarikon (weitgehend Drittbestände)
  • Altsinica IV
  • VD16-IV
  • Chorbuch-Handschriften
  • Notendrucke des 16. und 17. Jahrhunderts II
  • VD 18
  • Erschließung von Einbänden als eigenständige Kunstobjekte
  • Handschriften St. Emmeram VI
  • Pergamenthandschriften der BSB
  • OstDok II
  • Historische Zeitungen
  • Zentrales historisch-biographisches Informationssystem / „Deutsche Biographie“ (gemeinsam mit der Historischen Kommission)

Die BSB hat im Februar 2007 als erste kontinentaleuropäische Bibliothek eine Public-private-Partnership mit Google abgeschlossen, deren Gegenstand die Digitalisierung des gesamten urheberrechtsfreien Bestandes der Bibliothek vom 17. bis 19. Jahrhundert ist (circa 1875). Hierbei handelt es sich um rund eine Million Bände. Die Digitalisierungskosten werden komplett von Google getragen. Die Digitalisierung erfolgt an einem Standort im Freistaat. Handschriften, Inkunabeln, Drucke des 16. Jahrhunderts, Karten und wertvolle Sondersammlungen werden nicht von Google, sondern von der BSB digitalisiert, in der Regel im Rahmen von Drittmittelprojekten, insbesondere der DFG.

2.4 Universitätsbibliotheken

An der Bibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München wurden bisher 3473 von 475 000 alten Drucken aus dem Zeitraum 1501–1900, 239 Handschriften von 3390 sowie 132 von insgesamt 3603 Inkunabeln digitalisiert.
 
An der Bibliothek der Universität Würzburg wurde bisher eine Reihe von Digitalisierungsmaßnahmen abgeschlossen, beispielhaft seien hier genannt: Papyrussammlung (DFG), Germania Sacra (Auftragsdigitalisierung für Akademie Göttingen), Würzburger Theaterzettel, Würzburger Totenzettel (BLO), Portal Kaspar Schott, Würzburg Virtuell 1525: 3D-Modell Würzburg im Bauernkrieg. Aktuell laufen einige Digitalisierungsmaßnahmen.
 
An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg werden insgesamt 9451 Werke digitalisiert, davon 7110 Druckschriften, 78 Handschriften, 1449 Zeichnungen der Graphischen Sammlung mit 20 botanischen bzw. zoologischen Werken, außerdem 814 Autografen.
 
An der Universitätsbibliothek Augsburg umfasst der Bestand an Digitalisaten bisher eine Reihe einzelner Handschriften, 5 Handschriften in bavarikon, ca. 500 Werke des 17. Jahrhunderts, die Augsburger Postzeitung 1768–1848, das Jahrbuch des Historischen Vereins von Dillingen 1888–2011 (beide Projekte aus Mitteln der Bayerischen Landesbibliothek online) sowie einige Hundert weitere historische Bestände. Derzeit laufen weitere Digitalisierungsprojekte.
 
Der Digitalisierungsbedarf an den Universitätsbibliotheken mit Altbestand ist hoch und stellt eine gewaltige Herausforderung dar. Neben den Buchbeständen sind auch die Sammlungen von Grafiken, naturkundlichen, bildungs- oder medizinhistorischen Objekten u. a. zu berücksichtigen.
 
Die Universitätsbibliotheken haben teilweise eigene Konzepte für die Digitalisierung entwickelt. Beispielhaft sei das Digitalisierungskonzept der Bibliothek der Julius-Maximilians-Universität Würzburg genannt:

  • Digitalisierung unikalen, kulturhistorisch überregional relevanten Sonderbestandes (z. B. Handschriften)
  • Digitalisierung von Franconica
  • Forschungsinduzierte Digitalisierung
  • Digitalisierung in Bestandserhaltungsperspektive (z. B. säurefraßbedingter Papierabbau bei Zeitschriften und Zeitungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts)

Die Universitätsbibliotheken kooperieren landesintern vornehmlich mit staatlichen Akteuren. Beispielweise kooperiert die Bibliothek der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zum Aufbau besonderer Expertise bei der Digitalisierung älterer Kartenkataloge mit der Archäologischen Staatssammlung München.
 
Langfristiges Ziel ist, den öffentlichen Zugang zu den Datenbeständen im Interesse der Allgemeinheit zu erleichtern. So werden z. B. die Digitalisate der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg ebenso wie der Universitätsbibliothek Würzburg in der Deutschen Digitalen Bibliothek und damit auch in der Europeana nachgewiesen. Die Digitalisierungsportale „Virtuelle Bibliothek Würzburg“ und „Franconica Online“ sind über Schnittstellen mit der Deutschen Digitalen Bibliothek oder mit den Spartenportalen der DFG verknüpft.

2.5 Museen und Sammlungen

Der Stand der Digitalisierung im Bereich der Museen und Sammlungen stellt sich differenziert dar. Die Digitalisierung der Bestände wurde im Rahmen der laufenden Arbeit und mittels verschiedener Projekte vorangetrieben. Der Grad der Digitalisierung der Museumsgüter ist jedoch stark abhängig von der Größe und Vielzahl der Sammlungsbestände sowie von der Eignung der konkreten Kunstgegenstände. Die Digitalisierungsmaßnahmen der Museen werden im Rahmen verschiedener Projekte, auch in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, insbesondere mit anderen staatlichen (bspw. dem Gemeinsamen Bibliotheksverbund [GBV]) bzw. universitären Einrichtungen durchgeführt. Im Rahmen der Projekte werden ggf. auch Drittmittel, vor allem Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), eingesetzt. Große Bedeutung kommt der Beteiligung der staatlichen Museen an bavarikon in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek zu. Neben einer Fortsetzung der Digitalisierung von Sammlungsbeständen und der Pflege und Optimierung der Museumsdatenbanken werden die staatlichen Museen auch weiterhin innovative Konzepte erarbeiten, um ausgewählte Museumsbestände komplex kontextualisiert virtuell zugänglich zu machen. Von zentraler Bedeutung für die digitale Bereitstellung von Museumsgütern ist die Zusammenarbeit mit bavarikon.

2.6 Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) verfolgt seit vielen Jahren eine eigene Digitalisierungsstrategie, die darauf ausgerichtet ist, die internen Arbeitsabläufe zu vereinfachen und den Bürgerinnen und Bürgern zeitgemäße Angebote an die Hand zu geben. Diese Strategie ist davon geprägt, zunächst die gefährdeten historischen Bestände durch Digitalisierung und anschließende fachgerechte Archivierung der Originale in Ruheräumen in möglichst hoher Qualität sowohl zu sichern als auch für die tägliche Arbeit verfügbar zu halten.

2.7 Zentralinstitut für Kunstgeschichte

Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) engagiert sich seit den späten 1990-Jahren in zahlreichen Projekten von Bibliothek, Photothek und Forschungsabteilung auf dem Gebiet der Digitalisierung, wenn man darunter die elektronische Verfügbarmachung von unikalen Kulturgütern, institutseigenen Ressourcen und Forschungsinfrastrukturen im weitesten Sinne versteht. Die bisher durchgeführten Digitalisierungsmaßnahmen richteten sich dabei zum einen auf besonders empfindliche, konservatorisch gefährdete und unikale Bestandsgruppen sowie auf Bestände, die im Zusammenhang spezieller Forschungsfragen in den Fokus genommen wurden.

3. Ausblick

Ein zentrales Element der bayerischen Digitalisierungsstrategie muss künftig die Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit der digitalen Objekte sein. Digitale Daten, deren langfristige Verfügbarkeit und Nutzbarkeit nicht sichergestellt sind, sind im Grunde wertlos. Digitale Langzeitarchivierung meint daher auch nicht nur das Speichern und Archivieren des Bitstreams zum Beispiel auf Bandrobotern, sondern sämtliche Maßnahmen, die zum dauerhaften Erhalt und zur dauerhaften Benutzbarkeit der Daten erforderlich sind. Für den Bibliotheksbereich konnte hier mit der landesweiten Lizenzierung des „Rosetta Digital Preservation System“ ein erster Schritt getan werden.
 
Die zusehends digital arbeitende Wissenschaft erwartet mehr und mehr komfortable Werkzeuge zur Bearbeitung, Kommentierung, Annotation und Anreicherung verfügbarer digitaler Datenbestände. Stichworte sind hier Data Mining, Data Analysis und Big Data. Hierbei spielt auch die komfortable Archivierung, Bereitstellung und der für nachnutzende Wissenschaftler „offene“ Zugriff auf Forschungsdaten eine wichtige Rolle.
 
Die enge spartenübergreifende Kooperation der an bavarikon beteiligten Kultureinrichtungen kann als organisatorisches Modell für zukünftige Digitalisierungsinitiativen dienen.
 
Die Metadaten der in bavarikon eingestellten Digitalisate sind datentechnisch so aufbereitet, dass sie automatisiert an die Deutsche Digitale Bibliothek und an die Europeana weitergegeben werden können. bavarikon kann künftig somit als zentraler bayerischer Aggregator für diese Portale fungieren.

 


[1] Weitere Informationen unter: www.gda.bayern.de/service/bestaende/ und: www.gda.bayern.de/fachinformationen/digitalisierung/ sowie: www.gda.bayern.de/fach​informationen/projekte/ (Letzter Aufruf: 21. 03. 2016).
[2] Näheres zu den wichtigsten Digitalisierungsprojekten findet sich unter: www.digitale-​sammlungen.de, www.bayerische-landesbibliothek-online.de, http://digipress.digitale-sammlungen.de, http://digi20.digitale-sammlungen.de, www.ostdok.de sowie: http://ostasien.digitale-sammlungen.de (Letzter Aufruf: 21. 03. 2016)
 

Links und Downloads

[PDF] Kulturgut-Digitalisierungsaktivitäten im Land Bayern 

Erläuterung der LizenzCC BY-ND 4.0 International

Namensnennung: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst: Kulturgut-Digitalisierungsaktivitäten im Land Bayern, in: Föderale Vielfalt – Globale Vernetzung: Strategien der Bundesländer für das kulturelle Erbe in der digitalen Welt, eine Publikation der Deutschen Digitalen Bibliothek, hrsgg. von Paul Klimpel und Ellen Euler, Hamburg University Press: Berlin 2016, Seite 26 - 34. CC BY-ND 4.0 International
 
Bestellmöglichkeiten und Verlagsinformation:
Online frei verfügbar unter: hup.sub.uni-hamburg.de/purl/HamburgUP_DDB2_Vielfalt
             EPUB: ISBN 978-3-943423-35-8
             PDF: 978-3-943423-36-5
Print-on-Demand: € 14,90 bestellbar über den Buchhandel oder den Verlag
             ISBN 978-3-943423-34-1, Softcover, 239 Seiten mit Bildstrecke, 12,8 x 20,8 cm
Weitere Informationen:
             https://blogs.sub.uni-hamburg.de/hup/reihen/kulturelles-erbe-in-der-digitalen-welt/

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Startseiten- und Indexteaser: "Nova Totius Terrarum Sive Novi Orbis Tabula: [gewidmet] Iacobo Altovito, Text: Blaeu, Willem Janszoon", Amsterdam [tatsächlich Venedig ?], 1665 [1676 ?], Bayerische Staatsbibliothek (CC BY-NC-SA 4.0 International)