Wir sind die DDB: Die Deutsche Nationalbibliothek

 

 

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Das kulturelle und wissenschaftliche Erbe Deutschlands in seiner seit 1913 veröffentlichten Form zu sammeln, für immer zu bewahren und für die Nutzung zugänglich zu machen lautet zusammengefasst der Auftrag der Deutschen Nationalbibliothek. Sie ist an zwei Standorten präsent in Leipzig (gegründet 1912) und in Frankfurt am Main (gegründet 1946). Heute bilden die beiden Standorte ein Ganzes mit einer für Deutschland einzigartigen Aufgabe, die das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek festschreibt. Die Deutsche Nationalbibliothek dokumentiert umfassend das geistige, literarische und musikalische Schaffen im deutschen Sprachraum. Die Ausweitung des Sammelauftrages auf elektronische, trägerlose Veröffentlichungen trägt der Entwicklung des Publikationsverhaltens von Verlagen und Autoren Rechnung.

Die Deutsche Nationalbibliothek ist in vielfacher Hinsicht eine Serviceeinrichtung: nicht nur als öffentliche Präsenzbibliothek in Leipzig und Frankfurt am Main, sondern auch als Produzentin und Anbieterin eines vielfältigen Dienstleistungsangebotes für Bibliotheken, Buchhandel, wissenschaftliche Einrichtungen und nicht zuletzt für Benutzerinnen und Benutzer.

Das Deutsche Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek sammelt, erschließt und archiviert alle musikalischen Veröffentlichungen, also Noten und Musiktonträger, und ist damit die zentrale Musiksammlung und das nationale musikbibliografische Informationszentrum Deutschlands. Die besonderen Aspekte der Nutzung von Tonträgern und anderen Musikmaterialien prägen den neuen Musiklesesaal in Leipzig mit Hörplätzen und Klaviaturen ebenso wie die bestens ausgestatteten Tonstudios und die separate Hörkabine.

Von besonderer Bedeutung sind Sammlung Exilliteratur in Leipzig und das Deutsche Exilarchiv 1933 – 1945 in Frankfurt am Main. Sie umfassen die von deutschsprachigen Emigranten im Ausland veröffentlichten Bücher und Broschüren aus den Bereichen Literatur, Politik, Wissenschaften und jüdische Emigration, außerdem alle Zeitschriften, die exilierte Parteien, kulturelle und weltanschauliche Gruppen, aber auch einzelne Emigranten herausgegeben haben. Zum Sammelgebiet zählen auch ungedruckte Unterlagen zur deutschsprachigen Emigration der Jahre 1933 - 1945. Ausstellungen und Begleitpublikationen beschäftigen sich mit Exilautoren, mit Exilorganisationen und politischen Gruppen, mit Asylländern und mit Themen wie „Buchgestaltung im Exil“ oder „Kinder- und Jugendliteratur im Exil“.

Die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig sammelt die weltweit erschienene Literatur über die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas im nationalsozialistischen Deutschland und erschließt sie für die internationale Forschung.

Das Buch hat wie kein anderes Medium unsere Kultur und Zivilisation geprägt, denn seit Jahrhunderten wird unser Wissen über die Welt und über den Menschen in Büchern gespeichert, überliefert und fortgeschrieben. Das Buch als Einheit zu betrachten und die Summe seiner Funktionen – ästhetische und gesellschaftliche, symbolische und produktionshistorische – in den Blick zu nehmen, ist die Aufgabe des Deutschen Buch und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek. 1884 gegründet, ist es das weltweit älteste und nach Umfang und Qualität der Bestände eines der bedeutendsten Museen auf dem Gebiet der Buchkultur. Die Dauerausstellung „Zeichen – Bücher- Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“ ist als Schaufenster der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig konzipiert. Sie erzählt eine kurze Mediengeschichte der Menschheit und spannt den Bogen von der Entstehung der Schrift über die Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern bis hin zur digitalen Netzwelt der Informationsgesellschaft.

Die Deutsche Nationalbibliothek stellt Veröffentlichungen aus ihrer Sammlung in der DDB bereit, so weit das unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere des Urheberrechts möglich ist. Die aktuell rund 125.000 Online-Publikationen aus dem Bestand der Deutschen Nationalbibliothek umfassen neben digital veröffentlichten (digital born) Verlagspublikationen und Dissertationen nachträglich digitalisierte Werke, wie etwa die Sammlung 100 Bände Klassik.


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