Wir sind die DDB: Das TECHNOSEUM Mannheim

Das TECHNOSEUM in Mannheim gehört neben dem Deutschen Museum in München und dem Deutschen Technikmuseum in Berlin zu den großen Technikmuseen in Deutschland. Die Entwicklungen in Naturwissenschaften und Technik vom 18. Jahrhundert bis heute sind das Thema der Dauerausstellung. Viele der ausgestellten Maschinen sind noch funktionstüchtig und werden von eigens geschulten Vorführtechnikern regelmäßig vorgeführt – und auch das Publikum wird einbezogen: So kann man zum Beispiel an der Papierbütte schöpferisch tätig werden oder an historischen Tiegelpressen Postkarten drucken. Neben den technischen Innovationen zeigt das TECHNOSEUM auch, welche Auswirkungen diese auf das Leben und die Arbeit des Einzelnen hatten.

Deshalb können die Besucherinnen und Besucher nicht nur mit einer Original-Dampflokomotive von 1896  aus dem Gebäude in den Museumspark fahren, sondern bekommen auch vermittelt, unter welchen Bedingungen ein Heizer einst arbeitete oder wie dank der Eisenbahn die Menschen mobiler wurden. Ein weiteres Highlight vor allem für die jüngeren Museumbesucher ist der humanoide Roboter Paul, der in der Bionik-Ausstellung zu jeder vollen Stunde Tänze aufführt und Sport treibt. 

Unsere Dampfmaschine, da sie noch immer funktionstüchtig ist und regelmäßig vorgeführt wird (allerdings wegen Überarbeitung dieses Ausstellungsbereiches erst wieder ab Sommer 2020); Foto: TECHNOSEUM

Seit 2018 ist eine neue Ausstellung zur Mediengeschichte im TECHNOSEUM zu sehen, die den fundamentalen Wandel zur Informationsgesellschaft seit dem 19. Jahrhundert untersucht – von der Erfindung der Fotografie über den Starkult seit Enrico Caruso bis hin zu den Anwendungsgebieten für virtuelle Realität in heutiger Zeit. Dabei kann man unter anderem mit App und Augmented Reality einem virtuellen Telegrafenarbeiter oder dem „Fräulein vom Amt“ bei der Arbeit zusehen oder in das Innere eines Röhren-Fernsehers und eines Smartphones blicken. In unmittelbarer Nachbarschaft wird derzeit der neue Ausstellungsbereich zum Thema Energie aufgebaut, der im Juni 2020 eröffnet wird.

Elektrisieren lassen darf man sich schon jetzt in den interaktiven Ausstellungsbereichen der Elementa, wo man unter anderem eine Rohrpost verschicken, Brücken konstruieren oder gegen einen Roboter Mühle spielen kann. An Sonn- und Feiertagen ab 12.30 Uhr tüfteln große und kleine Besucher beim Mitmach-Programm Familie-aktiv! zu einem monatlich wechselnden Thema. An denselben Tagen öffnet auch das museumseigene Laboratorium, in dem ab 14.30 Uhr zu Themen aus der Physik, Chemie oder Technik experimentiert werden kann. 

Der NSU Ro 80, der Privatwagen des Motoren-Erfinders Wankel, dessen Nachlass das TECHNOSEUM bei sich verwahrt; TECHNOSEUM, Nachlass Wankel, Foto: Marco Schneiders

Das Museum wurde 1990 eröffnet. Die Berliner Architektin Ingeborg Kuhler entwarf das avantgardistische Gebäude, dessen Fassade 2008 und 2009 umfassend durch das Stuttgarter Büro für Fassaden des Architekten Roland Stölzle renoviert wurde. 1992 zeichnete das Europäische Museumsforum das Haus mit dem Preis „European Museum of the Year“ aus. Anfang 2010 änderte das Museum seinen bisherigen Namen „Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim“ und heißt fortan TECHNOSEUM.

Weitere Informationen gibt es unter www.technoseum.de

Logo des Technoseums

Alle Objekte des TECHNOSEUMS Mannheim in der Deutschen Digitalen Bibliothek

Das Multifunktionsgerät Vorax G 3, aus den großen Bestände zur Alltagskultur des TECHNOSEUMS, Foto: TECHNOSEUM