Wir sind die DDB: Das Museum August Kestner

Das Museum August Kestner, benannt nach seinem Stifter August Kestner (1777-1853), ist das älteste städtische Museum in der Landeshauptstadt Hannover. Seit seiner Eröffnung 1889 präsentiert es als einziges Haus in Hannover und im weiten Umkreis 6000 Jahre angewandte Kunst in vier Sammlungsbereichen: Antike und Ägyptische Kulturen, Angewandte Kunst mit einer Designsammlung und eine der größten Sammlungen von Münzen und Medaillen im Norddeutschen Raum. Der historische Bau wird von einer denkmalgeschützten Glas-Beton-Fassade von 1961 umschlossen, die als bauliches Highlight fast die gesamte Eingangsfassade des ursprünglichen ersten Museumsgebäudes von 1889 in einem reizvollen Kontrast von alt und modern konserviert.

Jüngling von Selinunt (470 v. Chr.), Museum August Kestner, Antike Kulturen; Glanzlichter des Museum August Kestner (CC BY-NC-SA 4.0 International)

August Kestner lebte und arbeitete 36 Jahre als hannoverscher Gesandter in Rom. Dort trug er als Privatsammler eine beachtliche Anzahl ägyptischer und griechisch-römischer Kleinkunst sowie andere Kunstgegenstände zusammen. Nach seinem Tode erhielt sein Neffe, Hermann Kestner, die Sammlung mit dem Auftrag, sie der Heimatstadt Hannover zu übergeben und öffentlich zugänglich zu machen.

Die Bestände mittelalterlichen Kunsthandwerks eines weiteren hannoverschen Sammlers, die des Senators Friedrich Culemann wurden hinzugefügt. Beide Sammlungen bilden den Gründungsbestand des Museum August Kestner, welches 1889 eröffnet und seither in seinen Sammlungen stetig erweitert wurde.

Münzen-Bube aus einem Tarockspiel (1440-1460), Lombardei, Museum August Kestner, Angewandte Kunst / Design; Glanzlichter des Museum August Kestner (CC BY-NC-SA 4.0 International)

Besondere Highlights sind die Sitzgruppe des ägyptischen Priesters „Kinebu und seiner Frau Isis“ (1390-1353 v. Chr.), das Porträt des „Jünglings von Selinunt“ (470 v. Chr.), die italienischen Tarotkarten (1440-1460) oder der Stater des Pharao Nektanebos II. (360-342 v. Chr.).

Weitere spanende Objekte aus dem Museum August Kestner in der Deutschen Digitalen Bibliothek finden Sie hier