Wir sind die DDB: Das Münchner Stadtmuseum

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Das Münchner Stadtmuseum entstand 1888 auf Initiative des Stadtarchivars Ernst von Destouches (1843-1916). Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Haus schnell zu einem vielfältig an Kulturgeschichte interessierten Ausstellungshaus. Foto und Film wurden, damals ein absolutes Novum in deutschen Museen, gesammelt und präsentiert. Schon bestehende städtische Sammlungen, wie die der Musikinstrumente und des Puppentheaters, wurden unter einem Dach zusammengeführt. Das Münchner Stadtmuseum ist nun mit rund 4.450 Objekten in der Deutschen Digitalen Bibliothek vertreten.

Die Sammlungen

Nicht nur wegen seiner räumlichen Ausdehnung, auch dank seiner umfangreichen Sammlungen ist das Münchner Stadtmuseum das größte kommunale Museum Deutschlands. Die Sammlungsbereiche erstrecken sich von Grafik, Plakat und Gemälde mit überwiegend Münchner Themen über Mode und Textilien sowie Objekten der Volkskunde bis hin zu Plastik, Kunsthandwerk und einem bedeutenden Bestand an Möbeln u.a. aus der Zeit des Jugendstils. Zudem gibt die Abteilung Musik Einblick in den umfangreichen Bestand an Musikinstrumenten aller Kontinente.

Briefmarkensammler, Foto: Landshoff, Hermann (1955), © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Landshoff
"Briefmarkensammler", Foto: Landshoff, Hermann (1955), © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Landshoff

Die Ausstellungsräume der Sammlung Puppentheater und Schaustellerei veranschaulichen anhand von Münchner Bühnen und Puppen aus aller Welt die Kulturgeschichte des Puppenspiels. Die Sammlung Fotografie zeigt Retrospektiven ebenso wie zeitgenössische Fotografie. Ein besonderer Anziehungspunkt sind die berühmten Moriskentänzer von Erasmus Grasser (1450–1518), die in der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte "Typisch München!" zu sehen sind. Die Ausstellung geht der Frage nach, was seit wann und vor allem warum typisch für München ist. Die Schau "Nationalsozialismus in München" informiert über die Entstehung und Ausprägung des Nationalsozialismus in München. Das Filmmuseum des Münchner Stadtmuseums bietet ein täglich wechselndes Kinoprogramm.

In der Deutschen Digitalen Bibliothek zeigt das Münchner Stadtmuseum unter anderem den vollständigen Nachlass des deutsch-amerikanischen Fotografen Hermann Landshoff (1905 – 1986), welcher dem Museum  im Frühjahr 2012 als Schenkung  überlassen wurde. Hermann Landshoff wuchs in einer jüdischen Familie in München auf, war durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 jedoch gezwungen zu emigrieren. Über Paris gelang ihm die Flucht 1940/41 nach New York, wo er bald zu den interessantesten Modefotografen gehörte.

'Bare Tree', Modeaufnahme, Modell Sheela Chipman, Foto: Landshoff, Hermann (1946), © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Landshoff
'Bare Tree', Modeaufnahme, Modell Sheela Chipman, Foto: Landshoff, Hermann (1946), © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Landshoff

Das Gebäude

Die beeindruckende Größe des historisch gewachsenen Baukomplexes des Münchner Stadtmuseums ist vor allem aus der Luft erkennbar: ein weitläufiges Areal, bestehend aus zwei großen Innenhöfen und eingerahmt von vier sehr unterschiedlichen Bauteilen. Mit seinem ältesten Gebäude, dem historischen Zeughaus aus dem Jahr 1500, ist das Münchner Stadtmuseum zwar zum St.-Jakobs-Platz hin orientiert, berührt aber auch den Rindermarkt mit dem vom Architekten Gustav Gsaenger (1900-1989) Ende der 1950er-Jahre errichteten Sammlungstrakt, und den Sebastiansplatz mit dem Nachbau des mittelalterlichen Marstallgebäudes aus dem Jahre 1977.

Münchner Stadtmuseum Gebäude
 

Zu den Beständen des Münchner Stadtmuseums in der Deutschen Digitalen Bibliothek
 
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