Wir sind die DDB: Das Bundesarchiv

 

 

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Das Bundesarchiv macht die zentralen Quellen zur jüngeren deutschen Geschichte für die Benutzung zugänglich. Es übernimmt und verwahrt Unterlagen in analoger und digitaler Form, die bei zentralen Stellen der Bundesrepublik (seit 1949), der DDR (1949-1990), der Besatzungszonen (1945-1949), des Deutschen Reiches (1867/71-1945), des Deutschen Bundes (1815-1866) und des Heiligen Römischen Reiches (1495-1806) entstanden sind.

Hierzu gehören u.a.

      • 331 laufende km Schriftgut
      • über 12 Millionen Bilder
      • 81.000 Plakate
      • 1,9 Millionen Karten und Pläne
      • 149.000 Dokumentar- und Spielfilme.

 

Werbeplakat für die Sammlung von Obstkernen zur Ölgewinnung, 1915/18 (BArch, Plak001-010-024 / Grafik E. Dorn)

Das Bundesarchiv sammelt auch schriftliche Nachlässe von bedeutenden Personen, Unterlagen von Parteien, Verbänden und Vereinen mit überregionaler Bedeutung sowie publizistische Quellen. Es nimmt seine Aufgaben an acht Standorten in der gesamten Bundesrepublik wahr (Koblenz, Berlin, Freiburg, Hoppegarten, Bayreuth, St. Augustin-Hangelar, Ludwigsburg und Rastatt).

Auf Beschluss der Bundesregierung nahm das Bundesarchiv im Jahr 1952 in Koblenz seine Arbeit auf. Heutige Grundlage der Tätigkeit des Bundesarchivs ist das 1988 in Kraft getretene Bundesarchivgesetz. Zu den wesentlichen Aufgaben gehören:

      • Behördenberatung: Das Bundesarchiv berät die Stellen des Bundes bei der Schriftgutverwaltung, z.B. bei der Festlegung von Aussonderungsverfahren und der Einführung elektronischer Aktenführung.
      • Bewertung: Das Bundesarchiv entscheidet, ob den Unterlagen des Bundes bleibender Wert für die Erforschung oder das Verständnis der deutschen Geschichte, die Sicherung berechtigter Belange der Bürger oder die Bereitstellung von Informationen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung zukommt.
      • Bestandserhaltung: Eine wichtige Herausforderung besteht darin, das Archivgut vor Gefahren zu schützen, es zu restaurieren und zu konservieren oder, falls die Originalerhaltung nicht mehr möglich ist oder unwirtschaftlich wäre, die Informationen auf neues, haltbares Trägermaterial zu übertragen.
      • Nutzbarmachung: Die Archivarinnen und Archivare erschließen die Unterlagen, indem sie aussagekräftige Merkmale wie Titel, Laufzeit und hervorhebenswerte Inhalte der Archivalien datenbankgestützt erfassen.

 

Beispielkarte aus der NSDAP-Mitgliederkartei

Erschließungsinformationen zu über 200.000 Verzeichnungseinheiten des Bundesarchivs sind bereits jetzt über die Deutsche Digitale Bibliothek abrufbar. Im Lauf des ersten Quartals 2015 sollen weitere Importe erfolgen, so dass sich diese Zahl auf über 3 Millionen erhöhen wird. Dann können fast alle Informationen, die keinen rechtlichen Beschränkungen unterliegen, von jedermann im Internet über die Deutsche Digitale Bibliothek recherchiert werden.

Bereitgestellt werden die Informationen zu Archivgut über die Rechercheanwendung invenio. Sofern Schriftgut digitalisiert vorliegt, kann es von der Ergebnisanzeige in invenio aus unmittelbar aus dem Digitalen Magazin des Bundesarchivs aufgerufen werden. Digitale Bilder und Plakate werden über das Digitale Bildarchiv des Bundesarchivs angeboten, digitalisierte Filme über die Filmothek.

Standbild aus dem Film „Bei unseren Helden an der Somme“

Ein Schwerpunkt der Digitalisierungsmaßnahmen des Bundesarchivs lag zuletzt auf den Beständen zum Thema „Erster Weltkrieg“. Einen gebündelten Zugang zu den über 700.000 digitalisierten Seiten aus Akten, zu Fotos, Filmen, Tönen, Panoramabildern, virtuellen Ausstellungen und weiteren Informationen bietet das Portal des Bundesarchivs „100 Jahre Erster Weltkrieg“.

Alle Bestände des Bundesarchivs in der Deutschen Digitalen Bibliothek können hier eingesehen werden.