Wir sind die DDB: Das Archiv der deutschen Frauenbewegung

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) ist ein Dokumentationszentrum und Forschungsinstitut und wurde am 8. März 1984 in Kassel eröffnet. Es hat eine umfangreiche und inzwischen einzigartige Sammlung zur Geschichte der Frauenbewegungen und zum Alltagsleben von Frauen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert aufgebaut. Neben der Bestandsbewahrung führt es eigene Forschungsprojekte durch und bringt als unabhängige Kultureinrichtung mit Lesungen, Vorträgen, Ausstellungen und Stadtführungen die Bedeutung der Geschichte der Frauenemanzipation ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

 Blick in eine Akte Copyright: AddF/Sonja Rode
Blick in eine Akte, Copyright: AddF/Sonja Rode

Inhaltlicher Schwerpunkt der Sammlung sind die Aktivitäten der organisierten Frauenbewegungen, wobei alle Strömungen berücksichtigt werden, sowohl die proletarische als auch das weite Feld der bürgerlichen Frauenbewegung von den konfessionellen Verbänden bis zum radikalen Flügel. Gesammelt werden darüber hinaus Dokumente, die über Frauenleben und Frauenalltag Auskunft geben. Die Bestände werden durch aktive Sammlungstätigkeit laufend ergänzt.

Außenansicht des Archivs der deutschen Frauenbewegung in Kassel ODER NUR Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel, Copyright: AddF/Sonja Rode
Außenansicht des Archivs der deutschen Frauenbewegung in Kassel, Copyright: AddF/Sonja Rode

Das Archiv – ca. 800 Regalmeter (Stand 2022) – besteht aus Nachlässen von Frauen – so etwa von Louise Otto-Peters (1819-1895), Mitbegründerin der organisierten bürgerlichen Frauenbewegung oder von der Ärztin, Journalistin und Politikerin Gabriele Strecker (1904-1983) – und Akten von Frauenorganisationen – wie etwa dem Deutschen Evangelischen Frauenbund (ab 1899) oder dem Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband (ab 1835). Zudem wurden umfangreiche archivarische Sammlungen zu Personen, Körperschaften und Themen sowie ein Bildarchiv aufgebaut. In der Spezialbibliothek finden sich zeitgenössische Publikationen ebenso wie aktuelle Forschungsliteratur und ein umfangreicher Zeitschriftenbestand. Die Bestände können online recherchiert werden. Dabei bietet vor allem der META-Katalog des Dachverbandes i.d.a. auch Zugriff auf das digitalisierte Sammlungsgut.

Lesesaal des Archivs der deutschen Frauenbewegung in Kassel, Copyright: AddF/Sonja Rode
Lesesaal des Archivs der deutschen Frauenbewegung in Kassel, Copyright: AddF/Sonja Rode

2011 wurde der Archivbestand in das „Verzeichnis national wertvoller Archive“ von Kulturgutschutz Deutschland aufgenommen. Seit 2021 ist das AddF als „Ort der Demokratiegeschichte“ ausgezeichnet, da es an die wichtige Rolle von Frauen und Frauenorganisationen beim Auf- und Ausbau der Demokratie in Deutschland erinnert, diese bewahrt und erforscht. Hierfür steht exemplarisch der Nachlass der Kasseler Politikerin Elisabeth Selbert (1896-1986) als eine der „Mütter des Grundgesetzes“.

Hier geht es zum Bestand des Archivs der deutschen Frauenbewegung im Portal

 

 

Kontakt

AddF - Archiv der deutschen Frauenbewegung
Forschungsinstitut und Dokumentationszentrum
Gottschalkstraße 57 / D – 34127 Kassel

Tel.: 0049-(0)561-9893670
www.addf-kassel.de