Museen im Wandel: Die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes 2021

Nachdem die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes letztes Jahr pandemiebedingt ausfallen musste, findet sie dieses Jahr vom 02. bis zum 05. Mai digital statt. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig ein digitaler Zugang zu Kulturgut ist und so richtet auch der Deutsche Museumsbund den Fokus seiner Jahrestagung auf die digitale Sammlungsarbeit.

Tagungslogo der Online-Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes

Unter dem Motto „Digitale Sammlungsarbeit: Das Museum im Wandel“ lenkt die Tagung den Blick darauf, wie die digitale Sammlungsarbeit das Museum als Ganzes beeinflusst und welche Chancen sich daraus ergeben. Wie hat sich die digitale Sammlungsarbeit verändert? Welche neuen Fragen ergeben sich bei der Arbeit mit „born digital objects“, also Objekten, die in digitaler Form entstehen und nicht erst digitalisiert werden müssen? Welche Nutzungsmöglichkeiten eröffnen sich für Museen? Welche Rolle spielt die digitale Vernetzung von Objekten für die Forschung? Und welche zukünftigen Perspektiven bietet Digitalität als Megatrend für die Museen? Der Deutsche Museumsbund lädt ein, über diese und weitere Fragen zu diskutieren und sich mit den Referent*innen und Teilnehmer*innen auszutauschen. Das vollständige Programm der Jahrestagung finden Sie hier. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Highlights aus dem Programm vor.

Die Angebote der Deutschen Digitale Bibliothek auf der DMB Jahrestagung

Die Deutsche Digitale Bibliothek beteiligt sich an der Jahrestagung mit zwei Formaten. Zum virtuellen Auftakt der Tagung am Sonntag, 02. Mai 2021 ab 14 Uhr gibt Astrid B. Müller, die bei der Geschäftsstelle der Deutschen Digitalen Bibliothek für Presse, Kommunikation und Marketing verantwortlich ist, einen Überblick über den Status Quo und neue Entwicklungen. Denn das im Rahmen von NEUSTART KULTUR durch die Bundesministerin für Kultur und Medien geförderte Projekt »Nutzerorientierte Neustrukturierung der Deutschen Digitalen Bibliothek« und die damit verbundenen rund 2 Millionen Euro für Digitalisierungsprojekte stoßen bei Kultur- und Wissenseinrichtungen auf außerordentlich positive Resonanz. Daneben stellen die Plattformen digiCULT und museum-digital anhand eigener Nutzerbeispiele ihr Potential sowie zukünftige Entwicklungen vor, bieten Einblicke in Werkzeuge und Vernetzungsmöglichkeiten der digitalen Sammlungsarbeit und verdeutlichen, wie insbesondere kleinere Museen von diesem Angebot profitieren können.

Außerdem bietet die Deutsche Digitale Bibliothek am Dienstag, den 04. Mai 20201von 13.00 bis 14.30 Uhr einen Info-Desk an. Warum lohnt es sich für Museen, digitalisierte Bestände über das Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek bereitzustellen? Stephanie Götsch und Chiara Marchini von der Fachstelle Museum der Deutschen Digitalen Bibliothek informieren über die Teilnahme an der Deutschen Digitalen Bibliothek sowie die Unterstützung durch die Fachstelle Museum und stehen für Fragen zur Verfügung.

DDB Panorama
Panorama der Deutschen Digitalen Bibliothek

Digitale Sammlungsarbeit: born digital objects, neue Nutzungsmöglichkeiten und digitale Vernetzung

Das Programm der Jahrestagung ist in sieben Sessions unterteilt, die jeweils unterschiedliche thematische Aspekte behandeln und eigene Impulsvorträge, Diskussionsmöglichkeiten und Kurzbeiträge enthalten. Am Montag, 03. Mai 2021 beleuchtet die Session „Born digital objects sammeln“ die vielfältigen Herausforderungen, mit denen Museen beim Sammeln von born digitals konfrontiert sind und präsentiert unterschiedlichste Erfahrungen und Lösungsansätze. Wie gelangen born digitals in die Sammlung? Wie werden sie für Ausstellungsarbeit genutzt? Welche Potenziale bieten sie für die Vermittlungsarbeit? Vor welchen technischen, konservatorischen und rechtlichen Herausforderungen stehen die Museen? In welchem Verhältnis stehen born digitals und analoge Objekte?

Am Dienstag, 04. Mai 2021 veranschaulicht die Session „Digitale Nutzung weitergedacht“ anhand von sechs Kurzbeiträgen die Möglichkeiten und Chancen einer kreativen Weiternutzung von Digitalisaten und born digital objects. Neben dem Einsatz im Museum werden hier auch Nutzungsmöglichkeiten durch externe Akteure vorgestellt. Wie kann das digitale Kulturerbe für eine Öffnung hin zu den Besucher*innen fruchtbar gemacht werden? Welche partizipativen Ansätze gibt es? Wie kann Citizen Science durch die Weiternutzung von Digitalisaten gefördert werden? Welche Rolle spielt die Kreativwirtschaft bei der Nutzung von Digitalisaten aus Museen?

Mit der virtuellen Tagung möchte der Deutsche Museumsbund einem breiten Publikum, Museumsfachleuten kleiner und großer Häuser sowie Interessierten den Zugang zur Tagung ermöglichen.

Melden Sie sich jetzt an! Tagungstickets erhalten Sie bereits ab 55 Euro – Studierende und Volontär*innen nehmen kostenfrei teil. Weitere Informationen, das Programm der Tagung, eine Vorstellung der Referentinnen und Referenten und vieles mehr finden Sie auf der Tagungswebsite.