Die Preisverleihung: Feierlicher Höhepunkt von Coding da Vinci Westfalen-Ruhrgebiet

Von Felix Hartelt (Projektkoordination Coding da Vinci Westfalen-Ruhrgebiet)

Letzten Freitag endete der Kultur-Hackathon "Coding da Vinci Westfalen-Ruhrgebiet 2019" mit einer feierlichen Preisverleihung. Im Kinosaal des Dortmunder U präsentierten zehn Projektteams ihre digitalen Anwendungen und Ergebnisse, die auf offenen Kulturdaten basieren. Die Jury kürte die Sieger*innen in drei Preiskategorien. Der Publikumspreis wurde live im Kinosaal durch die Anwesenden ermittelt – und rundete die Abschlussveranstaltung des ersten Kultur-Hackathons in Nordrhein-Westfalen ab.

Das sind die Gewinner:

Den Preis "most technical" gewann das Projekt "[Blomberg] VARsetzen". Das ausgezeichnete Team von BOK+Gärtner und Dominica Wester von "Die Weltenweberei" arbeitete mit Daten der Translozierung eines Bürgerhauses ins LWL-Freilichtmuseum Detmold. Mit Hilfe von Virtual und Augmented Reality können User*innen die Bauweise des Hauses sowie das Herkunftsdorf Blomberg und seine Bewohner*innen kennenlernen.

Für "most useful" befand die Jury die Anwendung "Mein Stadtarchiv". Entwickler Ernesto Ruge hat eine digitale Plattform geschaffen, die das kommunale Stadtarchiv am Beispiel von Moers und Kerpen für Bürger*innen umfassend öffnet, zum Entdecken und Mitmachen einlädt.

Den Preis für "best design" erhielt die Anwendung "Demokratie erLeben". Bei diesem Online-Spiel können User*innen in die Rolle von Anna und Karl, zwei Arbeiterkindern im Jahr 1927, schlüpfen. Grundlage sind Daten aus dem Archiv der Arbeiterjugendbewegung.

Im Publikums-Voting setzte sich die Anwendung "Sounds without meaning" als "everybody's darling" durch. Der Entwickler und Sounddesigner Leander Seige nutzte Industrieklänge und Bilder aus der Datenbank "Sounds of Changes" und ließ Algorithmen daraus einen endlosen Strom von akustischen und visuellen Eindrücken kreieren.

Die Gewinner, Foto: Annette Hudemann (LWL), Bild-Lizenz: CC BY 4.0 International
Die Gewinner, Foto: Annette Hudemann (LWL), Bild-Lizenz: CC BY 4.0 International

Wir danken allen Projektteams für ihre Einreichungen zum Wettbewerb, die sich – unabhängig vom Gewinn eines Preises – auf die brandneuen Coding da Vinci-Stipendien bewerben können. Sie unterstützen Teilnehmende gezielt dabei, ihre im Rahmen von Coding da Vinci-Hackathons entstandenen Projektideen weiterzuentwickeln – im Team oder als Einzelperson. Die Stipendiat*innen erhalten dazu drei Monate lang jeweils 1.250 Euro/Monat als Unterstützung für den Lebensunterhalt. Die so gewonnene Zeit können sie in die Weiterentwicklung ihrer Projekte investieren. Darüber hinaus nehmen sie an individuell zugeschnittenen Workshops und Coachings teil, die ihnen neue Skills im Hinblick auf ihre Projekte vermitteln.

Die Bewerbungsfrist für Teilnehmende an Coding da Vinci Westfalen-Ruhrgebiet 2019 endet am 17. Januar 2020!

Vier Stipendien sind in der Regel pro Hackathon zu vergeben. Bekommt eine Teambewerbung den Zuschlag, erhält jedes Teammitglied jeweils ein eigenes Stipendium. Dabei spielt es keine Rolle, ob euer Projekt bei der Preisverleihung ausgezeichnet wurde. Die Entscheidung fällt die eigens dafür berufene Jury allein aufgrund des Antrags.

Die genauen Bedingungen und Informationen zur Antragstellung sind hier zusammengestellt: https://codingdavinci.de/stipendien/

Eine Teilnehmerin beim Testen einer der entstandenen Gewinner-Apps, Foto: Britta Handke (LWL), Bild-Lizenz: CC BY 4.0 International
Eine Teilnehmerin beim Testen einer der entstandenen Gewinner-Apps, Foto: Britta Handke (LWL), Bild-Lizenz: CC BY 4.0 International

Weitere Informationen zum Hackathon:
https://codingdavinci.de/events/westfalen-ruhrgebiet/

Wie es weitergeht, verkünden wir auf unserem Twitter-Kanal:
https://twitter.com/cdvwest/ bzw. unter dem Hashtag #cdvwest