Der Rückblick auf den Bibliothekartag 2015 in Nürnberg

Unter dem Motto „Bibliothek – von Anfang an Zukunft“ fand der 104. Bibliothekartag vom 26. bis 29. Mai 2015 in Nürnberg statt. Über 3.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 31 Ländern besuchten die Tagung, zu deren umfangreichem Programm die Deutsche Digitale Bibliothek einen Workshop und vier Vorträge beisteuerte. Auch in der Messehalle war die Deutsche Digitale Bibliothek als einer von 155 Ausstellern vertreten, u. a. mit dem Angebot thematischer Sprechstunden.
 
Kurz vor Eröffnung der Firmenausstellung sah unser Stand noch ruhig und verlassen aus, doch sollte dies nicht lange so bleiben.

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Der Stand war gut besucht und wir beantworteten Fragen, informierten über die DDB, kamen ins Gespräch und konnten Anregungen von Nutzern, Partnern und Interessierten aufnehmen. Bei den Sprechstunden, z.B. zum Thema „API“ oder „Metadaten“, standen Experten zu expliziten Fragestellungen zur Verfügung und dieses Angebot wurde von vielen Besuchern in Anspruch genommen.

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Uwe Müller, Leiter der Koordination der DDB, gab mit seinem Vortrag „Portal und Plattform für Kultur und Wissen – Die Deutsche Digitale Bibliothek“ einen umfassenden Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand der DDB.
 
Abstract und Folien
 

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Eine positive Überraschung war die hohe Teilnehmerzahl des Workshops zum Thema Datenqualität: „Sind wir bereit für Linked Data? Metadatenqualität als Erfolgsfaktor für dauerhaften Zugang zum deutschen Kulturerbe – eine gemeinsame Aufgabe der Deutschen Digitalen Bibliothek und ihrer Datengeber!“.
 
Dort informierten Stephan Bartholmei, Michael Büchner und Francesca Schulze von der DDB-Koordination sowie Claudia Effenberger aus der Servicestelle der DDB ausführlich zur Arbeitsweise der Deutschen Digitalen Bibliothek, zu Anforderungen und Voraussetzungen an die Datenqualität und die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus der Verwendung von Normdaten und Persistenten Identifikatoren ergeben.
 
Francesca Schulze erläuterte in ihrem Vortrag „Datenqualität – Was verstehen wir darunter?“, dass Qualitätsdaten im Kontext des digitalen Kulturerbes eine entscheidende Rolle spielen und stellte die aktuellen Arbeiten der Deutschen Digitalen Bibliothek und Europeana in diesem Zusammenhang vor.
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In „Datenqualität – Ein Erfolgsfaktor!“ zeigte Stephan Bartholmei beispielhaft, welche wertvollen Funktionen und Dienste auf der Basis von Qualitätsdaten möglich sind.
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Wie die Daten in die DDB kommen und vor allem wie man als Einrichtung unterstützt wird, präsentierte Claudia Effenberger in ihrem Vortrag „Datenqualität – eine gemeinsame Aufgabe!“.
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Abschließend erklärten Michael Büchner und Francesca Schulze in „Datenqualität – Keine leichte Aufgabe!“ an welchen Stellen noch Arbeit zu tun ist, um die Datenqualität zukünftig nachhaltig zu verbessern.
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Abstract und alle Folien des Workshops
 

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Auf Twitter wurde rege diskutiert und auch im Plenum gab es hilfreiches Feedback, das in die weitere Arbeit einfließen wird.

Was mit guten Daten alles möglich ist und wie kreativ die Arbeit mit Daten sein kann, präsentierte Stephan Bartholmei anschaulich in seinem Vortrag
„Der erste deutsche Kulturhackathon ‚Coding da Vinci‘ – Vorstellung eines neuen Formats zur kreativen Nutzung des digitalen kulturellen Erbes“.
Abstract und Folien

Ein Thema, das im Workshop nur angeschnitten werden konnte, wurde nachmittags vertieft. Michael Büchner stellte im Vortragsblock „Neuerungen rund um die GND“ den leichtgewichtigen Normdatendienst Entity Facts in seinem Vortrag „Entity Facts – Aufbereitung von Informationen aus der GND“ näher vor.
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Abstract und Folien der Session

Dank der positiven Resonanz blicken wir zufrieden auf den Bibliothekartag 2015 zurück und freuen uns schon auf Leipzig im nächsten Jahr.