60 Institutionen starten in die Datenberatung von Coding da Vinci Nieder.Rhein.Land 2021

Von Sophia Grazdanow (Coding da Vinci)

“Kultur ist, was du daraus machst”

Unter diesem Motto fanden im April und Mai die Informationstreffen für Kulturinstitute im Rheinland und am Niederrhein zur Teilnahme an Coding da Vinci-Hackathon Nieder.Rhein.Land 2021 statt. 

Bei drei Online-Informationsveranstaltungen erfuhren rund 90 Interessierte aus Museen, Archiven, Bibliotheken und anderen Kulturinstitutionen, was der Kultur-Hackathon Coding da Vinci ist und wie sie teilnehmen können. Zunächst wurde durch Sophia Grazdanow und Sabine Manz der Ablauf des Hackathons dargestellt und Ergebnisse vorangegangener Veranstaltungen präsentiert. Außerdem referierten Wolfram Eberius und Raimond Spekking über gängige Lizenzierungsmöglichkeiten und Datenformate.

Anschließend hatten die Teilnehmenden in “Breakout-Sessions” die Möglichkeit, ihre konkreten Fragen zur Teilnahmemöglichkeit, Lizenzierungen und Datenformate zu stellen. Hier wurde z.B. gefragt, wie viele Daten eine Institution zur Verfügung stellen “muss”. Natürlich gibt es keine Mindestmenge an Datensätzen, jedes kleinste Datenset ist willkommen, insgesamt sollten es aber nicht mehr als vier thematisch zusammengehörige Datensets pro Institution sein.

Die bereitgestellten Daten werden dauerhaft, auch über den Hackathon hinaus, auf dem Portal von Coding da Vinci unter freien Lizenzen zur Verfügung gestellt. Für Kulturinstitute in Düsseldorf, die dem d:Kult-Verbund angehören, ist dies z. B. über eine API-Schnittstelle möglich. Projekte, die aus den Daten entstehen werden ebenfalls unter freien Lizenzen zur weiteren Nutzung und ggf. auch Weiterentwicklung, auch durch die Institutionen, zur Verfügung gestellt.

Willkommen sind sämtliche Datenformate, jedoch je “maschinenlesbarer” um so besser, also lieber CSV-Dateien als Excel und nach Möglichkeit keine PDF-Dokumente. 

Vor der Bereitstellung müssen natürlich Lizenzrechte geklärt werden, denn Datensets können nur unter freien Lizenzen zur Verfügung gestellt werden. Inhaltlich ist alles erlaubt.

Viele Institutionen interessierten sich auch für die Ergebnisse, die beim Hackathon entstehen. Diese werden zunächst Prototypen sein. Doch auch die Projekte müssen unter freien Lizenzen zur Verfügung gestellt werden, so dass Institutionen die Möglichkeit haben, auf den entstandenen Projekte aufzubauen oder diese in “Eigenregie” weiter zu fördern und zu nutzen – idealerweise natürlich in Zusammenarbeit mit der Teams, die diese Projekte entwickelt haben. Die Langzeitnutzung hängt immer auch vom Engagement der Datenbereitsteller ab.

Jetzt Daten einreichen!

Interessierte Kulturinstitutionen können sich, unabhängig vom Besuch der Info-Veranstaltungen, bis zum 17. Juli 2021 per E-Mail an cdv [at] kunstpalast.de für die Teilnahme an Coding da Vinci Nieder.Rhein.Land 2021 anmelden. Dort erhalten sie auch alle näheren Informationen zum Hackathon. Auf der Kick-Off-Veranstaltung am 11. und 12. September 2021 im MAKK in Köln, präsentieren die datengebenden Kulturinstitutionen in Kurzvorträgen ihre digitalisierten Schätze – zum Beispiel historische Fotografien, Urkunden oder Landkarten, aber auch Sound- oder Filmdateien. Teilnehmer*innen aus den Hacker*innen-, Coder*innen- und Designer*innen-Communities entwickeln daraus mit weiteren kreativen Köpfen Ideen für Online-Spiele, Apps, Websites, Virtual Reality-Anwendungen und andere Visualisierungen. Anschließend werden die Ideen in einer achtwöchigen Arbeitsphase praktisch umgesetzt und die Prototypen am 9. November im NRW Forum in Düsseldorf im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung einer fachkundigen Jury vorgestellt, die die besten Projekte auszeichnet.