New York! New York!
Udo Jürgens war noch niemals dort (und auch nicht auf Hawaii), Liza Minelli und Frank Sinatra hingegen zieht es in die Stadt, die niemals schläft: "If I can make it there, I can make it anywhere." Wenn ich es dort schaffe, schaffe ich es überall. Es geht - natürlich - um New York City. Dort lebten lange Zeit die Lenape, deren Land (genannt Lenapehoking) sich über Gebiete des heutigen New Jersey, Pennsylvania, Delaware und New York erstreckte. Vorläufer der heutigen Stadt ist der 1624 gegründete niederländische Handelsposten Fort Amsterdam. New York wird die Stadt von den Engländer*innen getauft, die sie 1664 unter ihre Kontrolle bringen und nach dem Duke of York benennen. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ist New York mit Ellis Island Zentrum der Einwanderung, Schmelztiegel der Kulturen und Zentrum der Modernität. Hier entstehen Wolkenkratzer, die Subway und der erste Radweg der Welt. In den 1970er-Jahren steht die Stadt vor dem Bankrott, hat mit sozialen Spannungen und extremer Armut zu kämpfen und ist doch Zentrum von Kunst und Kultur. Heute steigen New Yorker Mieten ins Unermessliche, ein Leben in der Stadt ist mit durchschnittlichem Einkommen kaum möglich. New York bleibt Sehnsuchtsort und Vorreiter für sozioökonomische Entwicklungen.