Gut Holz! Kegeln und Bowling
Gekegelt wurde schon vor mehr als dreitausend Jahren im Alten Ägypten. Im heutigen Deutschland wurde das Spiel zum ersten Mal 1157 in der Rothenburger Chronik erwähnt, damals noch unter dem mittelalterlichen Begriff des "Bossens". Kegeln war damals ein Massenphänomen und bei fast allen gesellschaftlichen Schichten beliebt. Weil es angeblich mit Vergnügungen und Exzessen einherging, wurde Kegeln örtlich sogar verboten. Regeln, Bahnen und Spielarten unterschieden sich lange Zeit von Ort zu Ort und wurden erst im 19. Jahrhundert, mit dem Aufkommen von Kegelclubs, vereinheitlicht. Gekegelt wird heute mit einem ca. 3 kg schweren Ball ohne Löcher auf neun Kegel. Verwandt mit dem Kegeln ist das Bowling, das im 19. Jahrhundert in den USA entstand. Die Bowlingkugel ist etwas größer und schwerer, hat Löcher für einen besseren Griff und soll (bestenfalls) zehn Bowlingpins umwerfen. Übrigens: Kegeln und Bowling sind Präzessionssportarten und damit mit Darts, Curling, Schießen und Billiard verwandt.