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Für den Aufbau und Betrieb der Deutschen Digitalen Bibliothek wurde ein Kompetenznetzwerk geschaffen, in dem Wissen und Erfahrungen der von Bund, Ländern und Kommunen getragenen Einrichtungen gebündelt und zugänglich gemacht werden. Das Netzwerk soll es ermöglichen, die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen verantwortlich einzubinden und vorhandene Kompetenzen direkt für alle Beteiligten nutzbar zu machen.
Aufgaben des Kompetenznetzwerks
Das Kompetenznetzwerk zur Deutschen Digitalen Bibliothek hat den Auftrag, die übergreifende Planung, Koordination und Kommunikation im Kontext der Portalentwicklung sicherzustellen. Es soll dazu beitragen, Synergien zwischen den einzelnen Einrichtungen zu nutzen und einen konstruktiven Austausch zwischen den Beteiligten zu ermöglichen.
Das Kompetenznetzwerk setzt bei seinen Aktivitäten folgende Schwerpunkte:
- Aufbau und Betrieb des zentralen deutschen Portals Deutsche Digitale Bibliothek und seine Integration in die Europeana;
- (Fort-)Entwicklung technischer Werkzeuge zur Digitalisierung und Datenhaltung sowie zum Wissensmanagement im Rahmen des Portals;
- Festlegung von Standards zur Sicherstellung der Kompatibilität und Interoperabilität;
- Bereitstellung von Informationen und Beratung der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen bei allen inhaltlichen, technischen und organisatorischen Fragen im Kontext der Digitalisierung;
- Durchführung von Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für das Portal;
- Entwicklung von Geschäftsmodellen für das Portal;
- Kooperation und Dialog mit weiteren Beteiligten und Partnern des Portals, z.B. Entwicklern von technischen Werkzeugen, kommerziellen und nichtkommerziellen Anbietern von Kulturgut und wissenschaftlichen Informationen sowie Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen im In- und Ausland;
- Initiierung und Koordination von Projekten im Rahmen der Digitalisierung von Kulturgut und wissenschaftlichen Informationen (zur Nutzung nationaler oder europäischer Fördermittel);
- Verwaltung von öffentlichen und privaten Zuwendungen (einschließlich Vergabe- und Erfolgskontrolle) für die Bereitstellung von digitalen Inhalten, die nicht an einzelne Kultur-/Wissenschaftseinrichtungen gebunden sind.
Beteiligte Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen
Die Gründungsmitglieder des Kompetenznetzwerks werden von der Kultusministerkonferenz, den kommunalen Spitzenverbänden und der Bundesregierung einvernehmlich benannt und durch das Kuratorium bestellt. Grundsätzlich können und sollen weitere Mitglieder in das Kompetenznetzwerk aufgenommen werden.
Die Entscheidung über neue Mitglieder trifft das Kuratorium der DDB anhand folgender Kriterien:
- Profilierung auf dem Gebiet der Digitalisierung, etwa durch die nachgewiesene Fachkompetenz von nationaler oder internationaler Bedeutung;
- Federführung oder maßgebliche Beteiligung bei der Entwicklung von Konzepten, Verfahren, Werkzeugen oder Standards von nationaler oder internationaler Bedeutung;
- maßgebliche Mitwirkung bei wichtigen europäischen Vorhaben.
Dem Kompetenznetzwerk werden voraussichtlich zunächst folgende Einrichtungen angehören:
- Bayerische Staatsbibliothek
- Bibliotheksservicezentrum Baden-Württemberg
- Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
- Bundesarchiv
- Deutsches Filminstitut
- Deutsche Nationalbibliothek
- Landesarchiv Baden-Württemberg
- Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte
- Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, hier das Göttinger Digitalisierungszentrum (GDZ)
- Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Stiftung Historische Museen Hamburg, hier das Projekt DigiCult
- Stiftung Preußischer Kulturbesitz
- Digitales Kunst- und Kulturarchiv Düsseldorf (d:kult)
Die Fraunhofer-Gesellschaft (Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS) wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowohl mit der Erstellung der Anforderungsanalyse als auch mit dem technischen Projektmanagement und der Umsetzung der ersten Ausbaustufe der DDB beauftragt.