FAQ - Frequently Asked Questions
Häufig gestellte Fragen
- Grundsätzliches über die DDB
- Was ist die Deutsche Digitale Bibliothek?
- Warum wurde die Deutsche Digitale Bibliothek eingerichtet?
- Wer finanziert die DDB?
- Wo ist der Sitz der Deutschen Digitalen Bibliothek?
- Was wird in der DDB angeboten?
- Wer kann die DDB nutzen?
- Sind alle angebotenen Inhalte frei verfügbar?
- Warum gibt es neben Europeana noch die Deutsche Digitale Bibliothek?
- Organisatorische Fragen
- Wer kann Inhalt für die DDB beitragen?
- Welche Vorteile hat eine Einrichtung davon, wenn Sie ihre Inhalte über die DDB bereitstellt?
- Unter welchen Voraussetzungen kann eine Einrichtung Daten an die DDB liefern?
- Wie gelangen die Daten in die DDB?
- Was genau wird an die DDB geliefert und dort angeboten?
- Wer hilft Einrichtungen bei Fragen und Problemen?
- Registrierung
- Welche Einrichtungen können sich registrieren?
- Warum sollte sich Ihre Einrichtung registrieren?
- In Ihrer Einrichtung liegen (noch) keine Digitalisate vor. Sollten Sie dennoch Ihre Institution registrieren?
- Wer beantwortet Fragen zur Registrierung?
- Wie lange dauert der Registrierungsvorgang?
- Kann ich meine Eingaben korrigieren?
- Was ist die Kultur- und Wissenschaftslandkarte?
- Digitale Inhalte
- Welche (digitalen) Inhalte kann eine Kultur- oder Wissenschaftseinrichtung bei der DDB abliefern?
- Welche Inhalte sind in der DDB zu finden?
- Welche Qualitätskriterien gibt es für (digitale) Inhalte?
- Speichert die DDB nur Metadaten oder auch die digitalen Objekte selbst?
- Technische Fragen
- Welches Metadatenformat verwendet die DDB?
- Welche Schnittstellen bietet die DDB zum Datenimport?
- Welche Schnittstellen bietet die DDB zum Datenexport?
- Welches Metadatenformat müssen die liefernden Einrichtungen bereitstellen?
- Wie funktioniert die Transformation in das interne Format?
- Aus welchen Softwarekomponenten besteht die DDB?
- Suchfunktionen
Grundsätzliches über die DDB
Was ist die Deutsche Digitale Bibliothek?
Die DDB ist das zentrale nationale Portal für Kultur und Wissenschaft. Ab 2012 werden die digitalen Angebote der etwa 30.000 deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen sukzessiv miteinander vernetzt. Damit wird das kulturelle Erbe der Nation weitgehend kostenfrei für alle Bürgerinnen und Bürger digital und von jedem Bildschirm aus weltweit zugänglich.
SeitenanfangWarum wurde die Deutsche Digitale Bibliothek eingerichtet?
Die Europäische Kommission forderte bereits bei Beginn des Europeana-Projektes die Mitgliedstaaten dazu auf, eigene Anstrengungen zur Digitalisierung wissenschaftlicher und kultureller Information sowie zur Bereitstellung derselben über das Internet zu unternehmen. Ab 2007 war eine Bund-Länder-Fachgruppe, aus der das jetzige Kompetenznetzwerk der Deutschen Digitalen Bibliothek hervorging, damit beauftragt, die DDB zu planen und Vorschläge für Organisation, technische Umsetzung und inhaltliche Ausrichtung zu erarbeiten. Mit dem Verwaltungs- und Finanzierungsabkommen zwischen Bund und Ländern vom Dezember 2009 wurden diese Planungen in eine verbindliche rechtliche Form gebracht.
SeitenanfangWer finanziert die DDB?
Die DDB wird finanziert vom Bund und den Ländern, mittelfristig auf der Grundlage des Verwaltungs- und Finanzierungsabkommens vom Dezember 2009. Für den Aufbau der Infrastruktur stellt der Bund kurzfristig bis Ende 2011 acht Millionen Euro zur Verfügung. Für den Betrieb haben Bund und Länder bis 2015 2,6 Millionen Euro jährlich zugesichert.
SeitenanfangWo ist der Sitz der Deutschen Digitalen Bibliothek?
Der Sitz der Geschäftsstelle der Deutschen Digitalen Bibliothek befindet sich bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin.
SeitenanfangWas wird in der DDB angeboten?
Kurz gesagt: das kulturelle Erbe Deutschlands in digitaler Form. Darunter fallen digitalisierte Bestände und Erschließungsinformationen aus Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen wie Bibliotheken, Archiven, Museen, Denkmalämtern sowie Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Die DDB wird digitale Abbilder von Büchern, Akten, Gemälden, Statuen, Installationen, Denkmälern bis hin zu Filmen und Musik bereitstellen. Die angebotenen Objekte können gelesen, betrachtet bzw. gehört werden oder auch zu virtuellen Ausstellungen zusammengestellt bzw. in virtuellen Forschungsumgebungen genutzt werden.
SeitenanfangWer kann die DDB nutzen?
Jeder mit Online-Zugang. Besonders interessant ist die DDB für Wissenschaftler, Studierende, Lehrer und Schüler. Unternehmen können die DDB für ein optimiertes Wissensmanagement nutzen. Die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, die die Inhalte der DDB stellen, können über das Portal unkompliziert Netzwerke knüpfen. Auch Journalisten und Verlage finden hier Informationen für ihre Publikationen. Ein weiterer wichtiger Nutzerkreis ist die allgemeine Öffentlichkeit: z.B. können Touristen oder Kulturinteressierte sich über Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen einer Stadt oder Region informieren.
SeitenanfangSind alle angebotenen Inhalte frei verfügbar?
Zunächst ja, denn als erstes wird ausschließlich urheberrechtsfreies Material zugänglich sein. Später, wenn auch urheberrechtlich geschützte Werke erfasst werden, können Gebühren anfallen, wenn zum Beispiel für Bücher der Onlinedienst Libreka des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nutzbar ist. Da das digitalisierte Werk nicht in der DDB selbst liegt, sondern in der bereitstellenden Institution bleibt, ist diese dann auch für eventuelle Zugriffskontrollen, sprich Kosten, zuständig.
SeitenanfangWarum gibt es neben Europeana noch die Deutsche Digitale Bibliothek?
Die DDB ist der deutsche Teil der Europeana. Europeana will die Kulturgüter aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union weltweit zugänglich machen. Dafür müssen die Mitgliedsstaaten der EU ihrerseits die Inhalte über nationale oder spartenspezifische Aggregatoren liefern. Die EU-Kommission als Trägerin der Europeana ist überzeugt, dass die Zukunft der Wissensgesellschaft nur funktionieren kann, wenn freier Zugriff auf Wissen gewährleistet ist.
Die DDB versteht sich aber nicht nur als technisches Hilfsmittel, über das Kulturgut zentral erfahrbar wird: Teilweise werden die angebotenen Informationen über den Inhalt der Europeana hinausgehen. Vor allem aber bildet sie auch ein Netzwerk für die beteiligten Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen und dient der gegenseitigen Unterstützung und dem Austausch von Erfahrungen, Technologien und Diensten.
SeitenanfangOrganisatorische Fragen
Wer kann Inhalte für die DDB beitragen?
Zunächst alle Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen (KWE) aus den Sparten Bibliothek, Archiv, Museum, AV-Medien, Denkmalschutz, Wissenschaft und Forschung. Geplant ist, später weitere Institutionen mit kulturellen Schwerpunkten, wie Verlage, Rundfunk- und Fernsehanstalten, einzubeziehen.
SeitenanfangWelche Vorteile hat eine Einrichtung davon, wenn Sie ihre Inhalte über die DDB bereitstellt?
Der zentrale Zugang über die DDB führt Nutzer zuverlässig zu gesuchten Werken aus Deutschland. Da die gesuchten Werke stets mit dem Ursprungsort verknüpft werden, werden sowohl die Bestände als auch die Einrichtungen selbst sichtbarer und bekannter. Darüber hinaus können die Einrichtungen über das DDB-Netzwerk mit anderen Institutionen Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Zudem plant die DDB, Werkzeuge und Dienste anzubieten, die den Institutionen dabei helfen, ihre digitalen Inhalte zu optimieren bzw. analoge Objekte zu digitalisieren oder digitale Objekte für die Veröffentlichung vorzubereiten.
SeitenanfangUnter welchen Voraussetzungen kann eine Einrichtung Daten an die DDB liefern?
Die Einrichtung muss sich zunächst als Datenlieferant registrieren. Dazu werden ab August 2011 Einladungen per Email verschickt. Die Daten für die DDB müssen in einem unterstützten Metadatenformat vorliegen bzw. durch ein entsprechendes Mapping in eines der unterstützten Eingangsformate gebracht werden. Dieser Vorgang wird entweder durch entsprechende Werkzeuge oder direkt durch Beratung und Hilfe von Seiten der DDB unterstützt.
SeitenanfangWie gelangen die Daten in die DDB?
Dazu gibt es bislang zwei Szenarien: Entweder die Einrichtung wählt die Option einer einmaligen Datenlieferung. Dafür ist das Hochladen der Daten auf einen FTP-Server der beste Weg. Sollte wegen häufiger Bestandsänderungen oder -aktualisierungen ein regelmäßiger Datenabgleich erforderlich sein, bietet sich das sog. Harvesting an. Dazu wird das OAI-PMH verwendet, über das die DDB die Daten abfragt. Für die Wahl der Optionen und deren Realisierung steht Hilfe vonseiten der DDB bereit.
SeitenanfangWas genau wird an die DDB geliefert und dort angeboten?
Die DDB bietet nach derzeitigem Stand nicht selbst die digitalen Objekte (Volltexte, hochauflösende Bilder und ähnliches) an. Gespeichert und bereitgestellt werden lediglich die Metadaten und Erschließungsinformationen sowie Derivate der digitalen Objekte. Metadaten und Erschließungsinformationen sind die Daten, die die Objekte beschreiben - vor allem Daten zur formalen und inhaltlichen Erschließung. Derivate sind von den Objekten abgeleitete Auszüge oder Kleinformate, wie z.B. Inhaltsverzeichnisse und Vorschaubilder. Welche dieser Daten durch die Einrichtungen geliefert werden sollten, wird durch ein Kerndatenset beschrieben und in einem Kooperationsvertrag geregelt.
SeitenanfangWer hilft Einrichtungen bei Fragen und Problemen?
Für allgemeine Fragen zur DDB steht der Koordinator des Kompetenznetzwerks zur Verfügung unter fragen@deutsche-digitale-bibliothek.de. Fragen zur Registrierung und zur Datenlieferung beantwortet das FIZ Karlsruhe unter registrierung@deutsche-digitale-bibliothek.de.
SeitenanfangRegistrierung
Welche Einrichtungen können sich registrieren?
Alle Wissenschafts-, Forschungs- und Kultureinrichtungen in Deutschland sind eingeladen, die Deutsche Digitale Bibliothen aufzubauen und attraktiver zu machen. Dabei kann es sich um Institutionen handeln, die aus Steuergeldern alimentiert werden, oder private Einrichtungen bzw. Mischformen aus beiden.
SeitenanfangWarum sollte sich Ihre Einrichtung registrieren?
Die DDB bietet durch den zentralen Nachweis und die Vernetzung mit vielen anderen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland erhebliche Vorteile an Sichtbarkeit und Kooperationsmöglichkeiten. Die DDB will zudem gelieferte Daten analysieren und, wenn möglich, anreichern. Nicht nur dieses, auch Vernetzungsangebote und Datenrücklieferungen können für viele Einrichtungen einen Mehrwert darstellen, da die angebotenen Daten sehr viel besser genutzt werden können.
SeitenanfangIn Ihrer Einrichtung liegen (noch) keine Digitalisate vor. Sollten Sie dennoch Ihre Institution registrieren?
Ja. Auch wenn Ihre Bestände nicht oder noch nicht digitalisiert sind, sollten Sie sich bei der Deutschen Digitalen Bibliothek registrieren und z. B. Ihr Netzwerk zu anderen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen erweitern. Im Rahmen der Deutschen Digitalen Bibliothek entsteht eine sogenannte Kultur- und Wissenschaftslandkarte, in der möglichst alle Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen Deutschlands verzeichnet sein sollen. Durch Ihre Registrierung helfen Sie mit auch dieses Vorhaben zu realisieren. Außerdem können Sie der DDB auch nur digitale Erschließungsinformationen zukommen lassen.
SeitenanfangWer beantwortet Fragen zur Registrierung?
Fragen zur Registrierung und zur Datenlieferung beantwortet das FIZ Karlsruhe unter registrierung@deutsche-digitale-bibliothek.de. Für allgemeine Fragen zur DDB steht der Koordinator des Kompetenznetzwerks zur Verfügung unter fragen@deutsche-digitale-bibliothek.de.
SeitenanfangWie lange dauert der Registrierungsvorgang?
Der Online-Fragebogen für die Registrierung der Einrichtungen beinhaltet fünf Schritte, Sie benötigen für die Beantwortung ca. 5 Minuten.
SeitenanfangKann ich meine Eingaben korrigieren?
Unter Ihren persönlichen Zugangsdaten und dem angegebenen Link zur Registrierung haben Sie die Möglichkeit Ihre Eingaben auch zu einem späteren Zeitpunkt noch zu korrigieren.
SeitenanfangWas ist die Kultur- und Wissenschaftslandkarte?
Die Kultur- und Wissenschaftslandkarte Deutschlands ist eine virtuelle Karte in der die bei der DDB registrierten Einrichtungen mit Ihren Standorten im Portal der DDB verzeichnet werden. Dies soll zum einen die Sichtbarkeit der einzelnen Einrichtungen erhöhen und zum anderen eine Hilfestellung bei der Recherche nach Objekten und Einrichtungen sein. Die Kartenanwendung kann für Ergebnisdarstellungen in der Objektsuche verwendet werden.
SeitenanfangDigitale Inhalte
Welche (digitalen) Inhalte kann eine Kultur- oder Wissenschaftseinrichtung bei der DDB abliefern?
Für die DDB sind grundsätzlich alle Objekte von Interesse, die aus Sicht der einzelnen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen einen kulturellen Wert besitzen. Die Entscheidung, welche Sammlungen in der DDB dargestellt werden sollen, obliegt daher letztlich der bereitstellenden Einrichtung. Wesentliches Kriterium für die Aufnahme von Objekten in die DDB ist allerdings, dass sie (bzw. Repräsentationen von ihnen) in digitaler Form online bereits zur Verfügung stehen. Gleichzeitig können aber auch digitale Erschließungsinformationen zu analogen Objekten aus den Einrichtungen in der DDB präsentiert werden.
SeitenanfangWelche Inhalte sind in der DDB zu finden?
In Zukunft werden digitale Objekte aus allen Sparten und in allen denkbaren Medienarten (Text, Ton, Bild, Bewegtbild) angeboten. Einzelne Bereiche werden zu Anfang mehr anbieten können, z. B. die Bibliotheken, weil sie bereits früher als andere Sparten mit der Digitalisierung von Objekten begonnen haben. Auf lange Frist soll aber für eine möglichst große Ausgewogenheit der Angebote gesorgt sein.
SeitenanfangWelche Qualitätskriterien gibt es für (digitale) Inhalte?
Die Qualitätskriterien orientieren sich an den aktuellen Praxisregeln der Deutschen Forschungsgemeinschaft "Digitalisierung". Sie stellen aber kein "K.O.-Kriterium" dar. Darüber hinaus gelten Mindestanforderungen für die Derivate und Metadaten, um eine sachgerechte Darstellung der Objekte in der DDB zu gewährleisten. Das digitale Objekt, auf das sich die Metadaten beziehen, muss mit ihnen durch einen persistenten Link verbunden sein, deren Stabilität die bereitstellende Einrichtung garantieren muss.
SeitenanfangSpeichert die DDB nur Metadaten oder auch die digitalen Objekte selbst?
Die DDB speichert nur Erschließungsinformationen und Metadaten und, falls gewünscht, Derivate, wie Vorschaubilder, Thumbnails oder Inhaltsverzeichnisse. Das Digitalisat selbst verbleibt bei der bereitstellenden Einrichtung. Der Zugriff darauf erfolgt über einen Link, der den Nutzer von der Ergebnisansicht auf der DDB-Oberfläche auf die Objektansicht im Webportal der jeweiligen Institution führt.
SeitenanfangTechnische Fragen
Welches Metadatenformat verwendet die DDB?
Das interne Metadatenformat der DDB basiert auf dem Conceptual Reference Model (CRM) von CIDOC. CIDOC-CRM ist ein Modell, das Definitionen und eine formale Struktur zur Beschreibung von kulturellen Werken bereitstellt. Die formale Struktur des Modells besteht aus Klassen (Entities) und Relationen (Properties) zwischen diesen Klassen. Das DDB-Datenmodell nutzt zudem Entitäten aus FRBRoo, eine formale Ontologie, die die Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR) mit CIDOC-CRM harmonisiert. Damit werden bibliographische Informationen integriert und mit Museumsressourcen zusammengeführt.
SeitenanfangWelche Schnittstellen bietet die DDB zum Datenimport?
Es wird zum einen die Möglichkeit zum Hochladen von Daten per File Transfer Protocol (FTP) angeboten. Dieses eignet sich vor allem, um größere Datenmengen einmalig zu übertragen. Zum anderen können Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen ihre Daten über eine Harvesting-Schnittstelle (Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting, OAI-PMH) bereitstellen, die dann durch die DDB abgefragt wird. Dieser Weg empfiehlt sich, wenn der Datenbestand regelmäßig aktualisiert oder erweitert wird.
SeitenanfangWelche Schnittstellen bietet die DDB zum Datenexport?
Vorgesehen sind Schnittstellen zum Datentransfer bzw. zur Datenverknüpfung mit Europeana. Außerdem werden Schnittstellen bereitgestellt, über die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen ihre eigenen, angereicherten Daten aus der DDB zurückerhalten können. Hierfür sind Importschnittstellen und -verfahren auf Seiten der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen erforderlich.
SeitenanfangWelches Metadatenformat müssen die liefernden Einrichtungen bereitstellen?
Zugelassene Eingangsformate sind Dublin Core, MODS/METS, MARC21, EAD und LIDO. Die Ablieferung sollte im XML-Format erfolgen, da die Daten mittels XSLT-basierter Transformatoren in das interne Format der DDB konvertiert werden. Soweit die genannten Formate nicht geliefert werden können, bietet das Kompetenznetzwerk der DDB Hilfen an, um das jeweilige proprietäre Format auf eines der Standardformate abzubilden.
SeitenanfangWie funktioniert die Transformation in das interne Format?
Die Metadaten werden mittels XSLT-Stylesheets (Transformatoren) in das interne Format der DDB konvertiert. Dies nennt sich technisches Mapping. Die Transformatoren werden in Form von Konkordanztabellen erstellt, in denen Entitäten eines zugelassenen Eingangformats Entitäten des Zielformats zugeordnet werden.
SeitenanfangAus welchen Softwarekomponenten besteht die DDB?
Im zentralen Kernsystem werden die gespeicherten Daten verwaltet, die über einen Suchmaschinenindex zur Recherche aufbereitet werden. Das Kernsystem besitzt Schnittstellen zum Importieren von Daten und zum Zugriff darauf. Als Import-Werkzeug für Metadaten und Derivate digitaler Objekte fungiert der Augmented SIP Creator (ASC). Dieses Werkzeug nimmt Metadaten aus den Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen entgegen (über FTP oder OAI-PMH), überführt sie in das Format des Submission Information Package (SIP) und übergibt sie an das Kernsystem zur Speicherung und Weiterverarbeitung (Ingest). Das SIP für ein Objekt enthält Daten im intern verwendeten CIDOC-CRM-Format sowie Kurzansichten als XHTML-Snippets. Das Portal schließlich stellt die Benutzerschnittstelle bereit und kommuniziert über eine REST-Schnittstelle mit dem Kernsystem.
SeitenanfangSuchfunktionen
Wie kann man nach Inhalten der DDB suchen?
Das Portal bietet zunächst eine einfache Suchfunktion, mit der im Gesamtbestand recherchiert werden kann. Zur Verfeinerung der Suchergebnisse bzw. als alternativer Sucheinstieg stehen unterschiedliche Filter (auch Facetten genannt) bereit. Bei entsprechender Auswahl verändert sich die Ergebnisliste dynamisch. Suchergebnisse können darüber hinaus mittels einer Karte visualisiert und verfeinert werden. Schließlich kann zwischen gefundenen Objekten anhand semantischer Bezüge navigiert werden.
SeitenanfangNach welchen Facetten kann gesucht werden?
Bislang sind folgende Facetten vorgesehen: Zeit, Ort, Ereignis,
Person, Sparte, Institution.
Weitere mögliche Facetten sind
Titel, Signatur, Objekte, Bestände, Bestandsübersichten,
Enthältvermerk.